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Er stürzte 30 Meter tief

Horror-Unfall in Venedig: Bus stürzt von Brücke – 21 Tote, darunter ein Deutscher

Bürgermeister Brugnaro spricht von einer Tragödie: Mindestens 21 Menschen, darunter zwei Kinder, verloren ihr Leben. Die Zahl der Toten könnte noch steigen.

Aktualisiert am Lesezeit 4 Min
Einsatzkräfte sind am Ort des schweren Bus-Unfalls in Venedig. Das Fahrzeug war von einer Brücke gestürzt und fing dann Feuer. Mindestens 21 Menschen kamen ums Leben, darunter zwei Kinder. 

Einsatzkräfte sind am Ort des schweren Bus-Unfalls in Venedig. Das Fahrzeug war von einer Brücke gestürzt und fing dann Feuer. Mindestens 21 Menschen kamen ums Leben, darunter zwei Kinder. 

© Marco Sabadin/AFP

Bilder des Grauens aus der Traumstadt: In Venedig im Festlandstadtteil Mestre hat am Dienstagabend ein Bus die Brüstung einer Hochstraße durchbrochen und ist von einer Brücke rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Der mit Gas betriebene Bus mit rund 40 Personen an Bord stürzte auf Gleise und fing unmittelbar nach dem Aufprall Feuer. Nach Angaben des Präsidenten der Region Venetien starben mindestens 21 Menschen. Unter den Toten seien auch zwei Minderjährige, schrieb Luca Zaia bei Facebook. Es gibt auch ein deutsches Opfer.

Rettungskräfte sind an der Unfallstelle nach einem Busunglück in Venedig im Einsatz.

Rettungskräfte sind an der Unfallstelle nach einem Busunglück in Venedig im Einsatz.

© Slow Press / Livemedia / Lapress/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Deutscher unter den Opfer des Bus-Unglücks in Venedig

Die Zahl der Toten könne noch steigen, hieß es am Abend. Rund 20 Businsassen seien schwer verletzt worden. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wurde auch ein deutscher Staatsangehöriger Opfer. Ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, ist noch nicht bekannt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin erklärte: „Unsere Botschaft in Rom ist eingeschaltet und steht in Kontakt mit den italienischen Behörden, um zu klären, inwieweit deutsche Staatsangehörige betroffen sind.“

Abgedeckte Leichen liegen nach dem Busunglück in Venedig an der Unfallstelle.

Abgedeckte Leichen liegen nach dem Busunglück in Venedig an der Unfallstelle.

© Slow Press / Livemedia / Lapress/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Der Bus war laut Präfektur gegen 20 Uhr auf der Überführung der Verbindungsstraße unterwegs, die von Mestre nach Marghera und zur Autobahn A4 führt. Dort sei der Bus rund 30 Meter tief von einer Hochstraße auf Bahngleise gestürzt. Der Bus habe Feuer gefangen, nachdem er mit elektrischen Leitungen in Berührung gekommen sei, schrieb die Tageszeitung „Il Corriere della Sera“. Laut Innenminister Matteo Piantedosi war „der erschwerende Faktor die Methangaszufuhr, daher hat sich das Feuer schnell ausgebreitet“.

Genaue Umstände des Bus-Unglücks zunächst unklar

Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot am Unfallort. Die Bahnlinie zwischen Mestre auf dem Festland und der Lagunenstadt Venedig wurde unterbrochen. Die genauen Umstände des Unglücks waren zunächst unklar. Verkehrsminister Matteo Salvini sprach im Fernsehsender Rete4 von der „Hypothese“, dass der Unfall womöglich auf ein plötzliches Unwohlsein oder einen Krankheitszustand des Fahrers zurückzuführen sein könnte. Bremsspuren gab es am Unglücksort wohl nicht.

Es war zunächst nicht klar, ob es sich bei dem Fahrzeug um einen Touristenbus handelte. Einige Fahrgäste sollen ihn als Shuttle zu einem Campingplatzes genutzt haben. Mindestens fünf Opfer sollen Ukrainer sein. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, waren vermutlich Touristen verschiedener Nationalitäten an Bord. „Der Bus war voller Menschen, die von der Arbeit nach Hause kamen“, zitiert „La Repubblica“ den Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro.

Verletzte nach Bus-Unglück in Venedig auf Intensivstationen

Unter den Verletzten bei dem schweren Busunglück in Venedig sind nach offiziellen Angaben elf Ausländer. Dabei handelt es sich um einen Deutschen, vier Menschen aus der Ukraine, einen Franzosen, einen Kroaten sowie ein Paar aus Spanien und zwei Minderjährige aus Österreich, wie die Nachrichtenagentur Adnkronos am Mittwochmorgen meldete. Die Verletztenzahl liegt nach aktuellen Angaben der lokalen Behörden bei 15. Sie werden in nahe gelegenen Krankenhäusern behandelt - viele von ihnen demnach auf der Intensivstation.

Und gegenüber „RaiNews“ sagte der Bürgermeister: „Es scheint, dass der Bus auch Touristen zu einem Campingplatz transportiert hat. Offenbar waren viele Ausländer an Bord, darunter auch Kinder. Wir haben einige ukrainische Dokumente gefunden.“

Bei dem Umfall in Venedig stürzte ein Bus von einer Brücke. Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, sprach von einer „schrecklichen Tragödie“. 

Bei dem Umfall in Venedig stürzte ein Bus von einer Brücke. Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, sprach von einer „schrecklichen Tragödie“. 

© Marco Sabadin/AFP

Im Internet gibt es Videos, die den Unfallort zeigen sollen, etwa beim Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter).

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zeigte sich nach dem Busunglück bestürzt. „Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Ich stehe in engem Kontakt mit Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro und Innenminister Matteo Piantedosi, um die Nachrichten über diese Tragödie zu verfolgen“, sagte Meloni laut einer Mitteilung.

Der Touristenbus ist im italienischen Venedig von einer Überführung gestürzt. Mindestens 21 Menschen starben.

Der Touristenbus ist im italienischen Venedig von einer Überführung gestürzt. Mindestens 21 Menschen starben.

© TV Rai News24/imago

Bürgermeister: Eine apokalyptische Szene, es gibt keine Worte

Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, sprach von einer „schrecklichen Tragödie“, die seine Stadt am Abend heimgesucht habe. „Eine apokalyptische Szene, es gibt keine Worte“, so Brugnaro in einem Post auf der Online-Plattform X. 

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