Der neue Primus auf dem deutschen Markt setzt sich ehrgeizige Ziele: Das Unternehmen, das nach der Fusion vorerst „Flixbus Mein Fernbus“ heißen soll, will seine Passagierzahl in diesem Jahr verdoppeln. 18 bis 20 Millionen Fahrgäste sollen in die grünen Busse einsteigen. Außerdem soll es mehr Verbindungen in mittelgroße Städte geben, die Busse sollen noch öfter als bisher in die Republik starten. Von Berlin nach Hamburg heißt es in Zukunft etwa alle halbe Stunde „Anschnallen bitte“, auch mehr Nachtbusse auf den Hauptstrecken sind ein Schlag ins Gesicht der Bahn, die gerade Nachtzugstrecken streicht. Berliner Kunden dürfte die Ankündigung von mehr Fahrten an die Ostsee und Expressfahrten freuen. Neue Ziele in Europa wie Venedig, Amsterdam und Paris sollen Busreisen attraktiv machen.
Justina (33) und Markus aus Marburg fahren öfter mit dem Bus. „Einfach weil es billiger ist.“ Der einzige Nachteil der Vehikel: ein bisschen wenig Platz für die Beine. „Aber wenn es von Abfahrtszeit und Strecke passt, entscheiden wir uns gern für den Bus.“
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Gleich geht’s los: In zwei Stunden von Berlin nach Rostock will Kirsten (33) flitzen. Ihre erste Fernbus-Reise tritt sie mit dem blauem FlixBus an. „Auf längeren Strecken würde ich aber lieber die Bahn nehmen. So lange stillsitzen ist nix für mich, dann zahle ich lieber mehr. “
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Die drei Jungs aus Mannheim sind für 44 Euro pro Person zum Männerurlaub nach Berlin gekommen. Für die Rückfahrt vom ZOB haben sie sich in bequeme Klamotten geworfen. „Wir würden jederzeit wieder Bus fahren“, sagen Timo (26), Steffen (25) und Mark (21).
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Valentina und Barbara (beide 21) aus Santiago de Chile reisen mit dem Bus durch ganz Deutschland. Von München nach Berlin, jetzt weiter nach Hamburg. „Aus Chile kennen wir das System. „Die Angebote hier sind supergünstig – die billigste Art rumzukommen.“
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Jessica (26) und Sebastian (29) aus Hannover sind gerade für acht Euro pro Person in Berlin angekommen. „Fernbus fahren ist super! Es gab was zu essen, die Plätze waren bequem, jederzeit wieder.“ Sie hoffen, dass die Preise auch nach der Fusion stabil bleiben.
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„Ich bin früher oft Bahn gefahren, jetzt habe ich keine Bahncard mehr – zu teuer. „Ich nehme lieber die Mitfahrzentrale oder den Bus“, sagt Mia (19), die gleich nach Hamburg abfährt. „Ich bin auch schon mit Gitarre und großem Koffer gefahren – im Bus kein Problem.“
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Denn der Markt bleibt hart umkämpft. Kunden konnten sich zuletzt über Dumpingpreise der Ex-Buskonkurrenten freuen. Befürchtungen, nach der Fusion könnten die Preise anziehen, versuchen die Geschäftsführer zu zerstreuen. „Es gibt immer noch einen rauen Wettbewerb mit Fliegern, Postbus und Bahn.“
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