Trotz Bundespolizei

8. Auto-Hassnacht in Folge

Seit mehr als einer Woche brennt es Nacht für Nacht in Berlin. Wieder standen mindestens zwölf Fahrzeuge in Flammen. Erstmals unterstützt jetzt die Bundespolizei Berliner Ermittler bei der Suche nach den Tätern.

BK
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Ein ausgebranntes Auto steht am Dienstag im Gorgasring in Berlin Spandau. 12 Fahrzeuge brannten in der Nacht - die Täter entkamen wieder.

Ein ausgebranntes Auto steht am Dienstag im Gorgasring in Berlin Spandau. 12 Fahrzeuge brannten in der Nacht - die Täter entkamen wieder.

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Auch in der achten Nacht in Folge brennen wieder Autos in der Hauptstadt. In den ersten Stunden des Dienstags standen nach Polizeiangaben mindestens zwölf Fahrzeuge in Wedding, Reinickendorf, Spandau, Neukölln, Kreuzberg und Schöneberg in Flammen. Erstmals beteiligte sich die Bundespolizei an der Tätersuche. (KURIER berichtete)

Täter wurden aber bisher nicht gefasst - auch weil zwischen der Brandstiftung mit Grillanzündern und dem Ausbruch der Flammen Zeit bleibt, um den Tatort zu verlassen. Der Staatsschutz ermittelt, weil politische Hintergründe nicht ausgeschlossen werden. Es wird aber auch von vielen Nachahmungstätern ausgegangen.

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Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) reagierte indes auf die Kritik aus verschiedenen Lagern, zu lasch vorzugehen: „Wir können nicht die ganze Stadt überwachen. Mehr Polizei auf den Straßen hilft nicht automatisch weiter“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“ (Dienstag). Man könne nicht überall in Berlin Videokameras anbringen, sagte Wowereit. „Wer jetzt schnelle Lösungen verspricht, will nur billig Wahlkampf machen.“

Feuerwehrmänner müssen mit ansehen, wie ein Auto von den Flammen aufgefressen wird. Seit Anfang der Woche brannten rund 70 Fahrzeuge.

Feuerwehrmänner müssen mit ansehen, wie ein Auto von den Flammen aufgefressen wird. Seit Anfang der Woche brannten rund 70 Fahrzeuge.

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Hier brennt ein Auto in der Pestalozzistr 28 - seit Wochen suchen die Fahnder nach den Tätern.

Hier brennt ein Auto in der Pestalozzistr 28 - seit Wochen suchen die Fahnder nach den Tätern.

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Feuerwehrler löschen ein brennendes Autos in der Bolchenerstraße.

Feuerwehrler löschen ein brennendes Autos in der Bolchenerstraße.

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Ein weiteres ist schwer beschädigt.

Ein weiteres ist schwer beschädigt.

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Traurig steht Chandre P. mit seiner Frau Vera vor ihrem abgebrannten Auto.

Traurig steht Chandre P. mit seiner Frau Vera vor ihrem abgebrannten Auto.

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Hier wurden die Heckscheibe eingeschmissen.

Hier wurden die Heckscheibe eingeschmissen.

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Die Stadt nahm aber nach ein paar Tagen Zögern das Angebot von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) an, sich bei der Aufklärung der Brandstiftungen von der Bundespolizei unterstützen zu lassen. Mit etwa 100 zivilen Aufklärungskräften und Hubschraubern der Bundespolizei wurde in der Nacht zum Dienstag den Berliner Ermittlern geholfen. Die Hilfe war vom Senat zunächst unter Hinweis auf die mangelnde Ortskenntnis der Bundespolizisten abgelehnt worden.

Die erste Brandstiftung der Nacht traf nach Angaben der Berliner Polizei ein Auto in der Waldowstraße in Reinickendorf. Gegen 0.30 Uhr standen dann fünf Autos in Spandau in Flammen, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte: Vier Autos traf es im Faucherweg und einen Wagen im Gorgasring. Nähere Angaben dazu machte die Polizei nicht. Die meisten Autos waren wieder hochwertig.

Ein Auto traf es gegen 04.30 Uhr in Alt-Rudow in Neukölln. Auch in der Kreuzberger Yorkstraße und in der Schönberger Sterzinger Straße brannte jeweils ein Auto. Am Gesundbrunnen in Wedding traf es kurze Zeit später mindestens ein weiteres Fahrzeug. Die Polizei wollte ihre Angaben noch präzisieren.

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