BUND fordert

Eltern, fahrt eure Kinder nicht immer mit dem Auto zur Schule

Experten beklagen Verkehrschaos vor Lehrgebäuden. Aber Familien sind Fußwege zu stressig ...

Mike Wilms
Lesezeit 2 Min
Kinder freuen sich, wenn Mutti sie zur Schule bringt – und abholt. Aber für die Verkehrserziehung und Selbstständigkeit der Kleinen kann das schlecht sein.

Kinder freuen sich, wenn Mutti sie zur Schule bringt – und abholt. Aber für die Verkehrserziehung und Selbstständigkeit der Kleinen kann das schlecht sein.

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Doch das gefällt nicht jedem. Umweltschützer vom BUND fordern jetzt: Lasst die Kinder zu Fuß gehen!

Mehr noch: Viele Schulen begrüßen den für heute ausgerufenen Aktionstag gegen Elterntaxis.

Vorschriften lässt sich niemand gern machen. Aber bei der „Zu Fuß zur Schule“-Aktion sollen Argumente im Vordergrund stehen.

Gabi Jung vom BUND beklagt, dass Eltern-Autos oft für Chaos vor den Schulen sorgen. Konkret: „Es werden nicht nur viele Kinder gefahren, die Eltern fahren auch bis vor die Schule vor.“

Sie parken in Feuerwehr-Einfahrten, in zweiter Reihe, in engen Straßen. Das provoziere oft erst die riskanten Situationen – vor denen die Eltern ihre Kids ja eigentlich beschützen wollen.

Initiativen vom BUND übers Kinderhilfswerk bis zum Verkehrsclub Deutschland fordern deshalb dazu auf, mal aufs Auto zu verzichten. Am besten auch für die folgenden Aktions-Wochen bis 2. Oktober. Eine sinnvolle Idee?

Tom Erdmann, Berlins GEW-Landeschef, weiß von Eltern, die Kinder mit gutem Grund zur Schule fahren. Etwa, wenn „es lange Wege gibt, der Schulweg auf dem Arbeitsweg liegt oder morgens mehrere Geschwister unterzubringen sind“.

Erdmann sieht darin aber „Ausnahmen“, weil die Grundschulen überschaubare Einzugsbereiche haben. Wenn Eltern ängstlich seien, dass ihren Kindern etwas zustößt, könnten sie selbst für Verbesserung sorgen – „indem sie ihre Kinder zu Fuß oder im ÖPNV begleiten“.

Aber wie sicher sind die Fußwege wirklich? Norman Heise, Vorsitzender des Landeselternausschusses, verweist auf bestehende Schulwegpläne, „die über Kreuzungen und Ampeln informieren“.

Wo nötig, seien oft Schülerlotsen aktiv. Die Wege findet er deshalb „ziemlich sicher“. Der BUND sieht Vorteile des Fußwegs in mehr Selbstständigkeit der Kids und besserer Verkehrserziehung.

Auf einem anderen Blatt steht, dass für gestresste Eltern im Arbeitsleben jede Zeitersparnis zählt. MOW

www.zu-fuss-zur-schule.de

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