Bürgeramt-Chaos

Berliner Senat guckt Chefs auf die Finger

Finanzverwaltung will untersuchen, ob die Ämter gut organisiert sind

Gerhard Lehrke
Lesezeit 2 Min

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Es sehe so aus, dass eher die Organisation der Ämter als ein Mangel an Personal und der Arbeitsanfall verantwortlich sein könnten, sagte Feiler dem KURIER. Die Ämter hätten auch schon 31 Stellen mehr bekommen. Gleichzeitig höre er, dass teilweise ein Drittel der gebuchten Termine gar nicht wahrgenommen würden.

Die Finanzverwaltung will jetzt in drei Bezirken exemplarisch untersuchen, ob es wirklich entscheidend mehr Kunden pro Mitarbeiter gibt, was die Wartezeiten erklären würde. Dann würde es auch mehr Personal geben.

Die Zahl der Stellen in den Bezirken, die eigentlich auf 20.000 sinken sollte, ist von einem Tiefstand von wieder auf 20.132 gestiegen – bis Ende 2017 sollen 300 dazukommen. die Bezirke hatten sich 1234 Stellen mehr gewünscht.

Mehr gibt es aber nur dort, wo der Bedarf wegen der wachsenden Stadt steigt – zum Beispiel den Bau- und Jugendämtern. In Bereichen, die trotz steigender Bevölkerungszahl nicht mehr zu tun haben, wird weiter gespart. Es bleibt also vorerst beim Ziel von 20 000 Mitarbeitern. Ende des Jahres soll eine Arbeitsgruppe aus Land und Bezirken wieder zusammentreten, um darüber zu beraten.

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