Am vergangenen Mittwoch gegen 19 Uhr klingelt es in der Schulzestraße bei Ulrich G. an der Tür: „Post für Sie“, ruft ein Mann. Arglos öffnet Ulrich G. die Tür – und dann geht alles ganz schnell. „Die Räuber schlugen den 54-jährigen Mann sofort zu Boden und misshandelten ihn dann mit einem Elektroschocker“, so ein Polizeisprecher. Doch der gut gebaute Ulrich G. wehrt sich nach Leibeskräften – so heftig, dass die Eindringlinge ihn schließlich fesseln und in einen Teppich wickeln. Zudem halten sie ihm eine Schusswaffe ins Gesicht. „Sie drohten dem Mann an, ihn zu erschießen“, so der Polizeisprecher weiter.
Glück im Unglück: Nachbarn hatten seine Hilferufe gehört, die Polizei verständigt. Als die ankam, lag der Mann noch hilflos in den Teppich gerollt. Die drei mutmaßlichen Täter im Alter von 43, 45 und 47 Jahren flüchteten, konnten aber einer nach dem anderen gestellt und festgenommen werden. Ein Mann zückte im Hausflur noch eine scharfe Waffe. Erst als ein Polizist einen Warnschuss abfeuerte, gab der Räuber schließlich auf und ließ sich festnehmen.
Das Spiel ist aus: Einer der drei Männer wird von Polizisten abgeführt, seine Hände sind mit Handschellen auf den Rücken gefesselt. Kurz zuvor war er mit einer Pistole bewaffnet auf die Beamten losgegangen.
© Schröder Lizenz
In diesem schönen Haus in Pankow wurde Ulrich G. zusammengeschlagen und misshandelt.
© Schröder Lizenz
Beamte der Berliner Polizei sperren die Schulzestraße rund um den Tatort weiträumig ab.
© Schröder Lizenz
Ulrich G. kam mit schweren Verletzungen, darunter mehrere schwere Platzwunden am Kopf, in ein Krankenhaus.
KOB, PDE
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com