Der Ausgang des Mauerparks wird gesperrt,...
© Thomas Lebie
Die letzte Runde der Woche. Noch einmal schwitzen, sich nach vielen gelaufenen Kilometern gut fühlen. Die Frau hat am Sonntagabend, gegen halb zehn, nur noch wenige Meter vor sich. Die entspannende Dusche wartet schon.
Dann der stechende Schmerz am Hinterkopf. Ein dumpfer Schlag aus dem Nichts. Die Frau stürzt, bleibt auf den regennassen Pflastersteinen des Hauptweges liegen. Instinktiv reißt sie ihre Hände hoch, versucht, Tritte gegen Kopf und Schulter abzuwehren. Immer wieder knallt der Schuh gegen ihren Körper, mit einem lauten Knacken bricht ihr Kiefer. Auch mehrere Handknochen halten der Attacke nicht stand.
... damit der Hund Witterung aufnehmen kann.
© Thomas Lebie
Der Räuber, der die Joggerin mit einem Ziegelstein feige von hinten niedergeschlagen hat, reißt an ihrer Jacke, erbeutet sie. Noch auf dem Boden liegend kann die Frau erkennen, wie der Mann ihre Jacke durchsucht und ihr Smartphone entwendet. Mit letzter Kraft schleppt sie sich zur Gleimstraße, wird von dort in ein Krankenhaus gebracht.
Es ist ein weiterer Baustein in einer Reihe von Vorfällen, die seit einigen Wochen im Prenzlauer Berg für Aufregung sorgen. Vor allem im Bötzowviertel haben Frauen seit einigen Tagen Angst. Sie fürchten sich vor einem Spritzenmann, der seit mehreren Wochen in und um ihren Kiez Passantinnen mit Batteriesäure besprüht (der KURIER berichtete).
Die Polizei läuft derzeit verstärkt Streife im Kiez. Am Montag war sie auch im Mauerpark mit einem Spürhund unterwegs. Man lasse nichts unversucht, den unheimlichen Täter mit der gefährlichen Spielzeugpistole und den Räuber mit dem Ziegelstein zu fassen, so ein Ermittler. Ihre Inhaftierung wäre ein erster Schritt, dem Familienkiez das Gefühl der Sicherheit zurückzugeben.
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