München - Markus S. (19) und Sebastian L. (18) hätten die Nachricht vom Tod ihres Opfers Dominik Brunner nach ihrer Festnahme ohne besondere Regung aufgenommen. "Ich glaube, dass es eine Art Schockreaktion war", sagte eine Sozialpädagogin gestern vor dem Münchner Gericht. Beide Angeklagten hätten nicht realisiert "dass da ein Mensch zu Tode gekommen ist". Ehemalige Lehrer von Markus S. sind sich einig: Er war unauffällig und zurückhaltend. "Gewaltmäßig fiel er nie auf", so die Geschäftsführerin eines Trainingszentrums. Er habe sich sogar für Schulkameraden eingesetzt. Zunächst hätte er kaum die Schule geschwänzt, später sehr oft, sagten Mitarbeiter der Berufsschule. Schließlich flog S. aus der Einrichtung, wo er den Hauptschulabschluss nachholen sollte. Ursprünglich war der letzter Prozesstag um den gewaltsamen Tod von Dominik Brunner am Donnerstag vorgesehen. Nun gab Richter Reinhold Baier vier zusätzliche Termine bekannt: Bis 6. September wird verhandelt.
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