Berlin - Mit "Elena", dem "elektronischen Entgeltnachweis" sollten Behörden, Bürger und Betriebe vom lästigen Papierkram erlöst werden. Doch nur sechs Monate nach Einführung der gigantischen Datenbank zieht Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) jetzt die Reißleine. Er schlug vor, das Verfahren für unbestimmte Zeit auszusetzen.Nach Berechnungen der Kommunen könnte "Elena" insgesamt bis zu drei Milliarden Euro kosten - acht Mal mehr als geplant. Die Regierung nannte keine Zahlen. Das Wirtschaftsministerium räumte aber ein, die Kosten seien höher als geplant.Die Kosten pro Arbeitnehmer werden statt der veranschlagten zehn Euro inzwischen auf 60 bis 80 Euro geschätzt. Das geht aus einem Schreiben der Spitzenverbände der Kommunen hervor. Der Deutsche Städtetag begrüßte den geplanten Stopp. "Das Verfahren muss dringend geändert werden, denn es ist teuer und unzumutbar für die Antragsteller sowie in dieser Form für die Kommunen nicht umsetzbar", sagte Städtetag-Experte Helmut Fogt. Die Kosten überstiegen bei weitem die erwarteten Einsparungen der Kommunen.------------------------------
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