Die Deutsche Bahn (DB) hat reagiert. Um Gewalttäter und Drogenhändler abzuschrecken, setzt DB Sicherheit von 20.30 bis 6.30 Uhr eine zusätzliche Streife ein, die sich auf den S-Bahnhof Warschauer Straße konzentriert.
Fahrgäste sollen sich sicher fühlen
Am 1. Mai nahm sie den Dienst auf, teilte eine Bahnsprecherin mit. Bereits am 1. April hat DB Sicherheit im Bahnhof Alexanderplatz, der an einem weiterem Kriminalitätsschwerpunkt liegt, das Personal aufgestockt. Dort sind sogar rund um die Uhr zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz, hieß es bei der Bahn.
Beliebte Partymeile: Das RAW-Gelände liegt neben dem S-Bahnhof.
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„Die DB kann kein Interesse daran haben, dass sich ihre Fahrgäste unsicher fühlen“, sagte der SPD-Abgeordneten Sven Heinemann, dessen Wahlkreis in Friedrichshain liegt.
Drogenhandel verlagern sich in Gebäude
Er begrüßte das Konzept für den S-Bahnhof Warschauer Straße. „Eine eigene Streife nur für diesen Bahnhof gab es bis zum 1. Mai nicht. Bisher wurde der Bahnstation lediglich temporär bestreift“, so Heinemann.
Doch in jüngster Zeit habe sich der Drogenhandel in das Gebäude verlagert, das immer noch eine Baustelle ist. „Es muss unbedingt verhindert werden, dass dort eine Situation wie am U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof in Kreuzberg entsteht“, warnte der SPD-Politiker. In und vor der Station an der U1 wird offen mit illegalen Drogen gehandelt.
Mitarbeiter von DB Sicherheit: Auch am Alexanderplatz wurde das Personal aufgestockt.
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Wildpinkler sind besonders hartnäckig
Dem Vernehmen nach ist das südliche Teilstück der Friedrichshainer Partymeile auch als Standort einer mobilen Wache der Polizei im Gespräch. Ein möglicher Stellplatz ist der Bereich rund um die Kreuzung Warschauer/Revaler Straße. Ursprünglich sollten die mobilen Wachen für Berlin schon 2017 die Arbeit aufnehmen. Jetzt sollen die fünf Fahrzeuge in diesem Jahr beschafft werden. „Wir rechnen damit, dass sie ab dem zweiten Halbjahr 2018 zum Einsatz kommen werden“, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung. Die Standorte werden noch festgelegt, „in Abhängigkeit zur Kriminalitätslage“.
Auch das Ostkreuz soll sicherer werden. Dort sind eine S-Bahn-Wache und Videokameras geplant. Ein Problem ist besonders hartnäckig: Wildpinkler auf den Bahnsteigen. Eine öffentliche Toilette wird es am Ostkreuz erst 2019 wieder geben.
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