Brandstiftung

Wieder fackeln Neonazis in Neukölln ein Auto ab

Die Mutter, der das Auto gehört, ist in der Flüchtlingshilfe aktiv.

Andreas Kopietz
Lesezeit 2 Min
Das Auto brannte vollständig aus.

Das Auto brannte vollständig aus.

© Pudwell

Nachbarn riefen die Feuerwehr gegen 2.15 Uhr zu dem brennenden Chrysler. Der Wagen brannte aus. Das Feuer beschädigte auch die Hausfassade, während darin die Familie mit ihren beiden Kinder schlief.

Die Mutter ist aktiv in der Flüchtlingshilfe. Der Staatsschutz vermutet, dass Neonazis die Tat begingen. „Auch diesmal ist die Handschrift dieses Anschlags eindeutig rechtsextrem: Feige, nachts, gegen aktive Falken“, so Tim Haverland von der sozialistischen Jugendorganisation Die Falken. „Die Nazis wollen uns einzuschüchtern. Aber das Gegenteil ist der Fall.“

Seit Mai 2016 erschüttert eine Serie von Brandanschlägen, Sachbeschädigungen und Bedrohungen den Süden Neuköllns. Am 9. Februar brannte das Auto einer Frau, die eine antirassistische Galerie betreibt. Am 23. Januar wurde in Rudow das Auto eines Buchhändlers angezündet, der sich gegen Rassismus engagiert. Zuvor brannte das Auto der SPD-Verordneten Mirjam Blumenthal.

Nach Blumenthals Zählung ist der jüngste Anschlag die 45. Attacke, die sich seit August vergangenen Jahres ereignet hat. Die Polizei ermittelte bisher keinen Verdächtigen. 

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema