Brandenburger Tor

18.000 Berliner gedenken der Opfer der Terroranschläge von Paris

Die Berliner haben am Sonntag nochmals der Opfer der Terroranschläge in Paris gedacht.

Mike Wilms
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Ihre Zahl übertraf alle Erwartungen der Veranstalter, einer privaten Facebook-Initiative. Sie hatte mit bis zu 6.000 Berlinern gerechnet.

Still und würdevoll gedachte die Menge der Terror-Opfer. Weitere Demos wird es geben.

Ein riesiger Schriftzug „Je suis Charlie“ erleuchtet die Fassade der Französischen Botschaft. An der Tür hängt eine Liste – weiße Schrift auf schwarzem Grund. Es sind die Namen der Toten, die hier geehrt werden sollen.

SPD-Landeschef Jan Stöß und die Grüne Ramona Pop sind in der Menge zu sehen. Viele Demo-Teilnehmer halten Karikaturen aus Charlie Hebdo hoch. Oder „Berlin ist Charlie“-Plakate, offenbar aus der KURIER-Titelseite vom 9. Januar gebastelt.

Es ist ein bunter Querschnitt der Berliner Bevölkerung, der sich hier trifft. Väter nehmen Kinder auf ihre Schultern, sie stehen Seite an Seite mit den vielen Berliner Franzosen vor der Botschaft. Sie alle , wir alle – für Freiheit, gegen Terror.

„Dem Hass keine Chance – die offene Gesellschaft verteidigen“. Unter diesem Motto geht Berlin auch am Nachmittag auf die Straße.

Alle Parteien im Abgeordnetenhaus rufen dazu auf, sich gegen Islam-Feinde zu stellen, die den Terror von Paris für sich ausschlachten wollen.

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Die Partei-Chefs wünschen sich in einer Erklärung, dass möglichst viele Berliner zur „No Pegida“-Demo gehen (17 Uhr, Kanzleramt). Angemeldet sind 1.000 Leute.

Sie wollen sich der islamfeindlichen „Bärgida“-Demo friedlich entgegenstellen, die 18.30 Uhr am gleichen Ort startet. Für sie sind 600 Leute angemeldet. Bei der letzten Demo vor einer Woche kamen nur 300.

Proteste gegen Fremdenhass, Gewalt und die Ausschlachtung des Paris-Terrors durch Rechte gibt es heute auch in Buch („Ja zu Flüchtlingen“, 18 Uhr, S-Bhf. Buch) und in Marzahn (18.30 Uhr, S-Bhf. Poelchaustr.).

Diese Demo richtet sich speziell gegen den Marsch der rechten Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf, die ab 19 Uhr demonstriert.

Der Zentralrat der Muslime lädt für18 Uhr zu einer Mahnwache für Toleranz ans Brandenburger Tor. MOW

Der KURIER setzt sich ein für die Freiheit, das Gedenken an die Terror-Opfer und für ein Zeichen der Völker-Verständigung gegen den Hass. In der MITTE der PRINT-AUSGABE finden Sie für die Demonstration ein Poster unserer Schlagzeile: „Berlin ist Charlie“.

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