Boxen

Tyron, das war total über Zeugend!

Berliner Supermittelgewichtler verteidigt WM-Titel souverän gegen Paul Smith.

BK
Lesezeit 2 Min
Tyron Zeige reißt den Mund ganz weit auf.

Tyron Zeige reißt den Mund ganz weit auf.

© imago/Jan Huebner

Der Engländer Paul Smith (34), eigentlich ein echtes Ring-Ross, das schon alles vor den Fäusten hatte, was in der Gewichtsklasse einen Namen hat, war chancenlos. Was er auch versuchte, der Neuköllner (25) hatte die bessere Antwort. Trainer-Legende Ulli Wegner: „Ich bin total begeistert. Dass jemand einen Kampf so dominiert, habe ich schon lange nicht gesehen.“ Und er wusste auch ganz genau, wem neben Zeuge das größte Lob gebührt: „Da steckt sehr viel Arbeit dahinter. Jürgen Brähmer hat als junger Trainer einen sehr guten Job gemacht.“

"Erst mal ein Bierchen, eine Curry geht immer"

Der Ex-Weltmeister (Zeuge: „Jürgen findet immer was zu meckern.“) platzte diesmal fast vor Stolz: „Das war heute schon richtig stark von Tyron.“ Schnell auf den Beinen, variabel bei den Schlägen, hellwache Augen, klarer Kopf – einfach große Klasse.

Tyron Zeige bei seinem starken Sieg gegen Paul Smith.

Tyron Zeige bei seinem starken Sieg gegen Paul Smith.

© imago/HMB-Media

Artur Abraham (37), der am 15. Juli in London IBO-Champion Chris Eubank jr. den Gürtel abschnallen will („Ich verspreche, dass ich gewinne.“), bilanzierte: „Tyron hat alles richtig gemacht.“ Na ja, fast alles. Zeuge gab zu: „Einen Schlag habe ich abbekommen, da haben die Beine gezittert. Aber das gehört dazu.“

Und war kein Hindernis für sein Nachkampf-Programm: „Erst mal ein Bierchen, eine Curry geht immer. Dann freue ich mich auf meine Freundin, falle ins Bett und schlafe ein. Nach so einem Kampf ist man immer ziemlich kaputt.“

Trotzdem dachte er schon an den nächsten. Etwa gegen Artur? Zeuge zeigte wieder sein Spitzbubenlächeln und sagte: „Keine Ahnung, aber wir sind Boxer, da kämpft man gegen jeden.“ O.M.

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