„Pablowski“ nennt Wegner (73) den nunmaligen Ex-Weltmeister im Cruisergewicht zärtlich. Und sagt: „Es ist jammerschade, was Pablowski für Pech mit Verletzungen hatte. Ohne die dauernden Probleme wäre er ein Weltstar.“
Doch Handbrüche, Rückenprobleme und jetzt ein lädiertes Knie, das eventuell operiert werden muss, warfen den Rechtsausleger immer wieder aus der Bahn. In den letzten exakt fünf Jahren war er nur fünfmal fit genug, um in den Ring zu steigen. Er lieferte fünf Siege ab, steht bei einer Bilanz von 29 Siegen in 30 Kämpfen.
Finanziell ging Hernandez hingegen schon zwei Mal fast k.o. Erst leimte ihn ein Freund in Steuerdingen – das Finanzamt forderte einen hohen sechsstelligen Betrag zurück. Dann drehte ihm ein anderer Kumpel eine Immobilie an. Jeder abgesagte Kampftermin – zuletzt platzte eine für 2. Oktober in Buenos Aires geplante Titelverteidigung gegen den Argentinier Victor Ramirez – zog Hernandez immer tiefer ins Loch.
Aber zumindest war er die ganze Zeit über „Champion of the World“ nach Version des Weltverbandes IBF. Doch das ist nun vorbei. Aufgrund von „13 Monaten Inaktivität und der Tatsache, dass kein WM-Kampf terminiert ist“ nahm die IBF Hernandez den Weltmeister-Gürtel weg, beförderte Ramirez zum neuen Titelträger.
Das ist der nächste Tiefschlag für „Pablowski“. Denn wenn er je wieder vollkommen gesund wird, muss er sich hinten anstellen, um wieder zu Titelehren kommen zu können. So aber scheint eine mögliche große Karriere zu verpuffen. Schade. Jammerschade.
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