In einer hochkarätigen und außergewöhnlichen Ausstellung geht die Berliner Gemäldegalerie dem Hype um den großen Florentiner nach. Neben mehr als 50 seiner Originalwerke sind rund 100 Bilder und Objekte von Künstlern zu sehen, die sich bis heute mit ihm auseinandersetzen – von Andy Warhol bis Cindy Sherman, von René Magritte bis David LaChapelle.
Denn die Botticelli-Damen mit blasser Haut und Wallehaaren sind Kult. „In einem kunsthistorischen Rückwärtsgang versuchen wir, Botticelli freizulegen von den zwiebelartigen Schalen, die sich um ihn herum angereichert haben“, sagt Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer. Der stellte die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Victoria and Albert Museum (London) auf die Beine. Dorthin reisen die Schönen nach dem 24. Januar 2016. Nur eine ist nicht dabei: Botticellis Kultbild, die legendäre „Geburt der Venus“ mit Muschel, wird von den Uffizien in Florenz nicht verliehen. Dafür können sich Besucher in Berlin in die Muschel stellen, die Pose üben. SHI
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