Die anfängliche Auseinandersetzung wegen des Platzes konnte noch geschlichtet werden. Der grüne Reisebus mit etwa 60 Passagieren fuhr Montagabend vom Berliner ZOB los. Viele junge Leute waren an Bord – unterwegs nach Hause oder in die Weihnachtsferien.
Gegen 21.30 Uhr legte der Bus einen Stopp an der A10 zwischen Michendorf und Ferch ein. Dort gipfelte die Auseinandersetzung der beiden Streithähne in einer blutigen Messerstecherei.
Dabei soll der 54-Jährige zuerst auf den jüngeren Fahrgast eingeprügelt haben. Was der Schläger nicht ahnte: Der 35-Jährige hatte ein Messer dabei. Zeugen berichteten von einem Teppichmesser, mit dem er den flüchtenden Angreifer über den Rastplatz verfolgte und ihn damit eine 20 Zentimeter lange Wunde im Gesicht verpasste. Sie blutete so stark, dass Bussitze und der Boden blutbespritzt waren.
Der Festgenommene (35) wird von einem Polizisten durchsucht.
© Stähle.
Die sofort alarmierte Autobahnpolizei konnte den Messerstecher noch am Einsatzort festnehmen. Der Verletzte kam in eine Potsdamer Klinik. Für die anderen Reisenden ging die Fahrt weiter. Allerdings nicht im „Blut“-Bus. LEX
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com