Blut, Schweiß und Tränen Absagen und Ausfälle, aber wenigstens behält Susi Kentikian ihre WM-Gürtel

Verpatzter Box-Abend in Schwerin

Kai-Uwe Zickerick
Lesezeit 2 Min

Schwerin - Man kann beileibe nicht behaupten, dass der Profibox-Abend von Schwerin unter einem guten Stern stand. Die Veranstalter vom Universum-Stall gingen schwer k.o.Den schlimmsten Niederschlag gab es schon am Freitag, als Weltmeister Jürgen Brähmer seine Titelverteidigung im Halbschwergewicht nach WBO-Version gegen den Spanier Alejandro Lakatos absagen musste. Ein Stich im Rücken beim Training ließ keinen Fight zu. Ausgerechnet der 31-jährige Lokalmatador fiel damit aus.Hauptkämpferin war allerdings sowieso Susi Kentikian. Die 22-jährige Hamburgerin, dreifache Weltmeisterin im Fliegengewicht, setzte alle ihre Gürtel (WBA, WIBF, WBO) gegen die Mexikanerin Arely Mucino aufs Spiel - und verließ den Ring blutend und weinend!Nach 27 Sekunden der 3. Runde passierte das Missgeschick. Beide Ladys knallten unabsichtlich mit den Köpfen zusammen, Susi erlitt eine klaffende Platzwunde an der Stirn. Schwacher Trost: Kentikian behielt durch den verletzungsbedingten Abbruch ihre Titel.Die 3500 Zuschauer waren bitter enttäuscht. Was den Machern von Universum keineswegs anders ging. Die Hamburger - einst Europas erfolgreichster Boxstall - haben eine schwere Zukunft vor sich. Der Schweriner Abend war der vorletzte, den das ZDF übertrug.Durch den TV-Ausstieg gehen den Machern um Chef Klaus-Peter Kohl wichtige und viele Millionen Euro verloren, die zum Ausrichten großer Box-Events nötig sind. Das Universum ist bedroht ...------------------------------

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