Blut-Drama

Der Mutterschlitzer von Marienfelde

Die Mutter wollte ihren Sohn noch stoppen. Nun sitzt er als Killer auf der Anklagebank. An seinen Händen klebt das Blut seiner Mutter.

Kerstin Rebien
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Mutterschlitzer Volodimir S.

Mutterschlitzer Volodimir S.

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Weißes T-Shirt, gepflegter Bart, ruhiger Blick. Volodimir S. zeigte keine Regung, als er sechs Monate nach dem blutigen Familiendrama die Anklage hörte. Mord an Maria S. (50), versuchter Mord an ihrem Lebensgefährten Heiko S. (44).
Eine Horrortat ohne Vorgeschichte. Es geschah kurz nach Weihnachten in der Föttingerzeile in Marienfelde. Die Familie saß gegen 9.15 Uhr ganz friedlich im Wohnzimmer der Vier-Raum-Wohnung.

Der Ankläger: „Plötzlich ein Stich in den Rücken von Heiko S.“ Die Klinge des Küchenmessers brach ab. Heiko S. fragte noch: „Was ist los?“ Mit eiskaltem Blick soll der Sohn erklärt haben: „Du bist das Böse, du musst vernichtet werden.“

Ein Kampf auf Leben und Tod. Der Ankläger: „Die Mutter versuchte, sich gegen den Sohn zu stemmen, ihn in sein Zimmer zu drängen.“ Volodimir S. habe sie gepackt, zu Fall gebracht, zugestochen. In den Brustbereich, in den Rücken. Schließlich habe er seiner der Mutter die Kehle durchgeschnitten – „in Tötungsabsicht“. Dann sei er vom Balkon gesprungen, habe sich dabei verletzt.

Nachbarn hatten Schreie gehört und die Polizei alarmiert. Für Maria S. kam jede Hilfe zu spät. Heiko S. wurde durch Not-OP gerettet. Doch er befindet sich bis heute im Krankenhaus.

Volodimir S. kam vor 17 Jahren mit seiner Mutter aus der Ukraine nach Berlin. Ein Nebenkläger: „Es gab keinen Streit, höchstens Unstimmigkeiten – wie es ist, wenn erwachsene Kinder bei den Eltern leben.“ Kein Motiv sei erkennbar. War es ein Angriff im Wahn? Prozess-Fortsetzung: 1. Juli. KE

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