Blick zurück

Weißt du noch im vorigen Jahr, wie blöd es nach Bochum war

Ähnliche Tabellenlage, ähnliche Punkte, aber ganz andere Situation bei Union.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Daumen hoch, Urs Fischer!

Daumen hoch, Urs Fischer!

© imago/Camera 4

Frei nach der Melodie von „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Weißt du noch vor einem Jahr, wie blöd es nach Bochum war ... Nur zur Erinnerung: Seinerzeit lag Union nach 15 Runden mit 26 Zählern auf Platz vier, nur die Tordifferenz trennte die Köpenicker vom Relegationsrang − auf Platz zwei hatten die Eisernen vier, auf die Pole-Position fünf Punkte Rückstand. Nach einer 1:2-Pleite beim Revierklub trennte sich Union vorzeitig von Trainer Jens Keller.

Derzeit rangiert Union tabellarisch auf Platz drei, hat mit 28 Punkten zwei Zähler mehr auf der Habenseite als im Vorjahr, aber der Rückstand auf das Spitzenduo ist jeweils um ein Zählerchen größer. Klingt vertraut und doch ist alles anders derzeit an der Wuhle.

Wenig Euphorie - zum Glück!

Hatte man seinerzeit unter Keller noch die Fangesänge (So ’ne Scheiße, wir steigen auf) immer unbewusst im Ohr, ist von Euphorie derzeit bei Urs Fischer & Co. wenig zu spüren − obwohl die Köpenicker die beste Heimmannschaft des Bundesliga-Unterbaus sind, mit nur 12 Gegentreffern die stabilste Defensive der Liga stellen. Die Eisernen bleiben halt auf dem Teppich! „Es gibt überhaupt keinen Grund für Euphorie. Wir müssen normal weiterarbeiten und ruhig bleiben, nur dann können wir am Ende was schaffen“, so Fischer.

Während bei Keller der Abwärtstrend drohte und zudem Zoff mit Steven Skrzybski in der Luft lag (was auch mit zu seiner Entlassung beitrug), ist davon derzeit nichts zu spüren an der Wuhle. Selbst die Kicker, die hintenanstehen, ziehen voll mit.

Zweimal gilt es jetzt also noch alle Kräfte zu mobilisieren, dann dürfen die Köpenicker Kraft tanken. Erst am 7. Januar bittet der Schweizer seine Schäfchen wieder zum Übungsauftakt. Und Fischer hofft natürlich darauf, dass der letzte Eindruck ein guter sein wird. „Mit Platz drei in den Winter kommen – das würde Schwung bringen für die Aufgaben im neuen Jahr“, glaubt der 52-Jährige.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema