Kein Witz: Ein fest montiertes Kruzifix wird nicht geduldet. Denn Bürger auf Parlaments-Besichtigung hatten sich über das religiöse Symbol aufgeregt. Der Landtag sei ein öffentliches Gebäude, werde etwa auch für Info-Veranstaltungen genutzt. Nun mag man ja über Kreuze in Schulen, Burkinis und Kopftücher denken, wie man will – aber hier geht’s um den höchsteigenen Sitzungssaal der CDU.
Fraktionssprecherin Franziska Rode sagt baff: „Da rückten aus heiterem Himmel Arbeiter mit Magneten an, die in der Wand verankert wurden.“ Das Kreuz soll jetzt für Besuchergruppen abgehängt und kann zu CDU-Sitzungen wieder angebracht werden. Die Unions-Abgeordneten waren entsetzt – auch, weil das Kreuz von Papst Franziskus gesegnet ist. Dazu waren Fraktionsmitglieder vor drei Jahren eigens zur Generalaudienz in den Vatikan gereist.
„Es ist schon bizarr, zu was Vorschriften führen können“, sagt CDU-Mann Steeven Bretz. Er sei aber sicher, „dass der Schutz des lieben Herrgotts darunter nicht leidet.“ Offenbar werden die Christdemokraten das Magnet-Dekret befolgen – aber kurios ist das alles schon.
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