Zwar wurden in Berlin im Februar, vor gut zwei Wochen, ebenfalls schon einmal zweistellige Tiefsttemperaturen in der Nacht gemessen, doch an keinem Morgen dieses Winters war es kälter als an diesem Sonntagmorgen.
Schnee in Nord-Brandenburg
Wer sich zu den Wintertemperaturen den passenden Schnee wünscht, wird im Tagesverlauf vielleicht auch die eine oder andere Flocke in Berlin sehen. Größere Chancen bestehen in der Prignitz, der Uckermark oder im Havelland: Dort rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) immerhin mit Neuschneehöhen zwischen einem und drei Zentimetern.
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Weiter südlich scheint zunächst ausgiebig die Sonne, bis ab Mittag auch dort am Himmel dichtere Wolken aufziehen. Diese werden sich zum Abend hin aber wieder auflösen. Die Temperaturen werden trotz Sonnenscheins überall in unserer Region im Frostbereich verharren. Höchstwerte von minus ein oder zwei Grad sind der Gipfel der Gefühle, verbreitet liegen die Höchstwerte darunter.
Nachts können örtlich weitere Schneeschauer fallen, meist bleibt es aber bei Tiefstwerten von minus elf Grad niederschlagsfrei.
Dienstag Frost-Tiefpunkt mit bis zu minus 14 Grad
Die neue Woche startet für den Norden Brandenburgs mit weiteren Schneeschauern, die möglicherweise aus wechselnder bis starker Quellbewölkung auch weiter südlich ein paar Flocken bringen können. In Berlin zeigt sich aber bei Höchstwerten von gerade mal minus drei Grad auch die Sonne.
In der Nacht zu Dienstag kann erneut etwas Schnee fallen, und die Tiefstwerte sinken noch ein wenig tiefer: bis minus 12 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst.
Den Tiefstpunkt erreichen wir nach einem teils wolkigen, teils heiteren Dienstag im Dauerfrost-Modus in der Nacht zu Mittwoch: Bis minus 14 Grad lauten die aktuellen Prognosen, und auch am frühen Mittwochmorgen wird die Region großenteils bei zweistelligen Minustemperaturen aufwachen.
Wagt der Frühling ersten,verspäteten Anlauf?
Der Mittwoch selbst wird trotz Sonnenschein voraussichtlich sogar noch tiefer im Dauerfrost verharren: Gebietsweise wird das Thermometer nicht einmal die Minus-Sieben-Grad-Marke überschreiten, und mehr als minus drei Grad sind in der Region wohl nicht drin. Und die Nacht wird wieder bitterkalt, bei Tiefstwerten von voraussichtlich bis zu minus 14 Grad.
Der aktuelle DWD-Temperaturtrend: Die Tendenz zeigt zwar nach oben, doch der Bibberwinter könnte zunächst noch in die Verlängerung gehen.
© DWD
Die Frage ist nun: Wie lange soll diese Bibberwinter-Phase noch reichen? Der aktuelle DWD-Temperaturtrend zeigt sogar die Möglichkeit auf, dass selbst in der Folgewoche noch zweistellige Minuswerte gemessen werden könnten. Die Tendenz, die aus den Vorhersagen verschiedener Wettermodelle errechnet wird, zeigt allerdings eher nach oben: Demnach würde der Frühling, der aus meteorologischer Sicht ja bereits am 1.März startet, mit rund einwöchiger Verspätung einen zarten Anlauf wagen und die Temperaturen mit Mühe knapp in den zweistelligen Bereich hieven. Ob das gelingt, ist jedoch alles andere als sicher - der Bibberwinter könnte sich durchaus noch weiter in den März fortsetzen. Die kommenden Tage werden zeigen, in welche Richtung sich der Temperaturtrend fortentwickelt. JSt
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