Friedrichshagen - Thilo Hoppe (44) ist sauer. Er und sechs weitere Besitzer von Ein- und Mehrfamilienhäusern aus der Gilgenburger Straße müssen bis zu 20 000 Euro und mehr dafür blechen, damit andere in dieser Straße parken können.Die 350 Meter kleine Anwohnerstraße. Seit dem dort das Parken auf der einen Seite verboten ist, sind Stellplätze rar - besonders für die über 100 Familien aus den Häuserblocks der DeGeWo. Um ihre Autos abstellen zu können, parken sie diese oft auf der verbotenen Straßenseite halbseitig auf den Gehweg, kassieren dafür viele Knöllchen.Weil sich diese Leute beschwerten, plant der Bezirk jetzt, die Straße mit zusätzlichen Parkräumen auszubauen. Zum Nachteil der Häusle-Besitzer wie Thilo Hoppe. Obwohl sie ihre Autos auf ihren Grundstücken parken, sollen sie sich anteilig am Straßenbau, der eine Million Euro kosten soll, beteiligen.Hoppe hat ausgerechnet: "Das wären bei mir 20 000 Euro." Doch die Summe kann sich Hoppe (Musiker, verheiratet, zwei Kinder) auf Anhieb nicht leisten. "Ich müsste einen Kredit aufnehmen. Dabei ist das Haus nicht einmal abgezahlt." Auch sein Nachbar, der herzkranke Rentner Rudolf Krombholz (78), soll blechen. "So eine Summe ist ein harter Schlag für mich."Das Bezirksamt kennt das Problem. "Dass Hausbeszitzer für den Ausbau zahlen müssen, steht im Straßenausbaubeitragsgesetz, dass der Senat eingeführt hat", sagt ein Mitarbeiter.------------------------------BU: Thilo Hoppe (44), Hausbesitzer an der Gilgenburgerstraße rechnet mit 20 000 Euro, die er zahlen soll, damit Mieter einer Wohnungsbaugesellschaft (re.) endlich Parkplätze bekommen.
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