Bierbikes

Sauftouren durch Berlin gehen weiter

Unternehmer einigt sich vor Gericht mit Bezirk über Touren.

Stefan Strauß
Lesezeit 2 Min
Für Gäste ein großer Spaß, für Tourismusmanager ein großes Ärgernis: Bierbikes fahren durch die Innenstadt. 

Für Gäste ein großer Spaß, für Tourismusmanager ein großes Ärgernis: Bierbikes fahren durch die Innenstadt. 

© dpa

Der Betreiber der Bierbikes Ulrich Hoffmann-Elsässer (er nennt seine Räder nur noch Bigbikes) hat gegen Einschränkungen geklagt, die ihm der Bezirk Mitte auferlegt. Etliche Straßen in Mitte sind für seine Räder gesperrt, es gelten zeitliche Einschränkungen wegen des „hohen Verkehrsaufkommens“, heißt es. 

„Wir sind kein Verkehrshindernis“

So dürfen die Räder mit 16 Plätzen, Musikanlage und Bierausschank nicht auf der Friedrichstraße, der Leipziger Straße und Unter den Linden unterwegs sein.

Ulrich Hoffmann-Elsässer sagt, er verstehe diese Einschränkungen nicht. „Wir sind kein Verkehrshindernis“, sagt er. Für die Touren mit Fahrer können Gäste bis zu 30 Liter Bier mitnehmen. Seit 2009 führt Hoffmann-Elsässer sein Unternehmen. Seitdem gib es Stress mit den Behörden. 

Visit Berlin lehnt die Bierbikes ab

Den beendet das Gericht am Donnerstag. Ein Kompromiss wird nach langem Geschacher über Straßen und Zeiten gefunden. Friedrichstraße, Leipziger Straße und Unter den Linden bleiben für Bierbikes weiter gesperrt. Doch sonnabends gilt keine zeitliche Beschränkung mehr. Ulrich Hoffmann-Elsässer willigt ein, seine Anwälte ziehen ihre Klage zurück. 

Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) spricht von einem „vernünftigen Kompromiss“. Die Tourismusagentur Visit Berlin macht aber deutlich, dass sie Bierbikes weiter ablehnt. „Sie bleiben ein Verkehrshindernis und tragen nicht zum positiven Image der Stadt bei“, sagt Sprecher Christian Tänzler.  

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema