Wenn einer Sven Körner (44) vor dem Saisonstart angeboten hätte, dass der BFC Dynamo nach vier Spieltagen der Regionalliga Nordost mit den Partien bei Rot-Weiß Erfurt (1:4), gegen Chemie Leipzig (2:0), bei Erzgebirge Aue (2:3) und gegen den FSV Zwickau (0:0) mit vier Punkten dasteht – der Trainer hätte das unterschrieben. Trotzdem hält sich jetzt die Freude über das Erreichte in Grenzen.
Mattmüller dreht richtig auf
Körner muss auch am Tag nach dem Zwickau-Spiel noch mal tief durchatmen: „Da hätten wir mindestens ein Tor machen müssen, auch das Gegentor in der Nachspielzeit in Aue ist immer noch ärgerlich. Es geht ja auch immer um unser Anspruchsdenken. Die Mannschaft hat seit Erfurt eine tolle Entwicklung hingelegt. Schade, dass sie sich nicht dementsprechend belohnt hat. Drei Punkte mehr waren möglich.“
Dann hätte man über einen absoluten Traumstart sprechen können. Einer, der am Aufwind großen Anteil hat, ist Levin Mattmüller (22). In seinem zweiten Jahr bei Dynamo dreht der Ex-Luckenwalder auf und ist im defensiven Mittelfeld gesetzt.
BFC-Trainer Körner schwärmt
Körner kommt bei seiner Nummer 6, die keinem Zweikampf aus dem Weg geht und in Erfurt das Ehrentor erzielte, beinahe ins Schwärmen: „Auf ihn ist immer Verlass. Athletisch eine Maschine und menschlich top. Er setzt Anforderungen schnell um und stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft, selbst wenn er Schmerzen hat. Das rechne ich ihm hoch an.“
Levin Mattmüller war gegen den FSV Zwickau Dreh- und Angelpunkt im Mittefeld des BFC Dynamo.
© Patrick Skrzipek
Mit anderen Worten: Mattmüller macht das zurzeit richtig glänzend. Aber klar, Körner ist Trainer und deshalb schiebt er auch gleich nach: „Es gibt natürlich noch Dinge, die er verbessern muss und kann.“
Das weiß auch Mattmüller, der gegen Zwickau mal wieder Dreh- und Angelpunkt im Dynamo-Mittelfeld war. Der 1,85-Meter-Schlaks analysierte hinterher auf den Punkt: „Wir haben hinten alles gut wegverteidigt, haben nichts angeboten und so gut wie keine Chance zugelassen.“
Platzt der Knoten gegen Hertha BSC?
Doch dann kam das Aber: „Auch vorne hatten wir gute Spielzüge, gute Hereingaben in die Box, viele Abschlüsse. Aber leider haben wir nicht den entscheidenden Punch gesetzt, um das Tor zu schießen. Klar waren da auch Halbchancen dabei und Flanken, die Zwickau wegverteidigt hat. Trotzdem hätten wir ein, zwei, vielleicht sogar drei Tore schießen können.“
Mal sehen, wann der Knoten aufgeht. Schon am Freitag (19 Uhr) im Spiel bei Hertha BSC II?
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