BFC Dynamo

Dynamo leidet mit Rockenbach

BFC-Spielmacher quält sich mit verschossenem Elfer und einem gebrochenen Knochen herum.

Rene Miller
Lesezeit 2 Min
Thiago Rockenbach da Silva und der BFC konnten sich beim Pokal gegen den FSV Frankfurt über eine tolle Kulisse freuen.

Thiago Rockenbach da Silva und der BFC konnten sich beim Pokal gegen den FSV Frankfurt über eine tolle Kulisse freuen.

© imago/Sebastian Wells Lizenz

Thiago Rockenbach wird hier von FSV-Keeper Andre Weis zu Fall gebracht ...

Thiago Rockenbach wird hier von FSV-Keeper Andre Weis zu Fall gebracht ...

© City-Press GbR Lizenz

... und landet mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen des Jahnsportparks. Klarer Elfmeter ...

... und landet mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen des Jahnsportparks. Klarer Elfmeter ...

© City-Press GbR Lizenz

... den der BFC-Spielmacher dann aber selbst schießt und zum Entsetzen der Dynamos nur an den Außenpfosten setzt.

... den der BFC-Spielmacher dann aber selbst schießt und zum Entsetzen der Dynamos nur an den Außenpfosten setzt.

© imago/Jan Huebner Lizenz

Natürlich war es bitter, ausgerechnet in so einem wichtigen Spiel einen Elfer zu verschießen. Trainer Thomas Stratos: „Aber das ist auch schon den ganz Großen im Fußball passiert. Und wer eigene Spieler beschimpft, sollte sich als Fan viel mehr hinterfragen.“

Rockenbach hatte beim Stand von 0:2 nach 63 Minuten einen Elfer rausgeholt – und dann selbst verschossen. Ein Treffer hätte den Jahnsportpark noch mal ordentlich zum Wackeln und die Gäste ins Schwitzen gebracht. Rockenbach: „Ich habe mich sicher gefühlt. Und ich habe auch schon oft geschossen, obwohl ich vorher gefoult wurde.“ Stratos: „Ich habe mich von draußen nicht eingemischt. Aber wenn, dann hätte ich auch auf Thiago gezeigt.“

Schließlich hat der 30-Jährige eine eindrucksvolle Elfer-Statistik. In fast zehn Jahren hatte er bis zum Fehlschuss gegen Frankfurt in Pflichtspielen von 20 Elfern nur einen verballert. Rockenbach: „Deshalb habe ich auch sofort die Verantwortung übernommen. Nur wollte ich es wahrscheinlich zu genau machen. Tut mir leid für die Mannschaft und die Fans.“

Die Fans sollten aber auch ein bisschen mit Rockenbach leiden. Dass der mit einem in Eis gepackten linken Fuß den Weg in die Kabine antrat, hatte nämlich nichts mit der Hitze zu tun. Rockenbach quält sich mit einem angebrochenen Knochen herum, hat aber extra für das wichtige Pokalspiel auf die Zähne gebissen. Auch für die Fans. Und deshalb schmerzen solche Beschimpfungen noch viel mehr als der Fuß.

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