Die Bezirke Lichtenberg, Mitte, Pankow und Reinickendorf stellen den eigenen Stolperpisten ein schlechtes Zeugnis aus. „Die Radwege entsprechen zum großen Teil nicht den gültigen technischen Vorschriften“, heißt es aus Reinickendorf. In Lichtenberg bedauert man, dass einige Radwege „stark erneuerungsbedürftig“ seien. Und auch in Mitte gebe es „eine Vielzahl von Vorschädigungen“ auf den teils altersschwachen Radwegen.
Drei typische Mängel
Der Bezirk Pankow beschränkt sein negatives Urteil nicht auf die Radinfrastruktur. Der Zustand der Radwege, wie auch des gesamten öffentlichen Straßenlands im Bezirk, sei „Ausdruck der dauerhaften und leider auch weiter anhaltenden Unterfinanzierung der planmäßigen bezirklichen Straßenunterhaltung“.
Auch Lichtenberg und Tempelhof-Schöneberg beklagen, „dass die zur Verfügung stehenden Mittel und das Personal für eine adäquate Schadensfeststellung und Behebung nicht ausreichen“.
Laut Verkehrsverwaltung gibt es drei typische Radweg-Mängel: Dazu zählen Baumwurzeln, die den Straßenbelag aufbrechen. Häufig seien auch wackelnde oder fehlende Betonverbundsteine und Radwegplatten. Hinzu kommen fehlende oder zu geringe Bordabsenkungen – etwa an Grundstückszufahrten.
Mobilitätsgesetz soll Verbesserung bringen
Was tun? Laut Verkehrsverwaltung läuft bereits eine europaweite Ausschreibung für ein „Erhaltungsmanagementsystem“. Damit soll in Zukunft die Zustandsbewertung der Radwege erfolgen. Bis dahin könne man keine eigenen belastbaren Aussagen zum Gesamtzustand aller Radwege und zum Ausmaß von Sperrungen treffen.
Nächster Schritt zur Verbesserung der Radinfrastruktur soll die Umsetzung des Mobilitätsgesetzes sein. In diesem Rahmen will der Senat viele Radwege sanieren.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com