Bewohner drohen: "Wenn ihr uns angreift, geht's ab. So wie früher ..."

Wie viel Krawall steckt in diesen Chaoten-Häusern?

BK
Lesezeit 2 Min

Berlin - Sie sind die letzten ihrer Art, und sie sind akut vom Aussterben bedroht: Die letzten besetzten Häuser unserer Stadt. Nach der Räumung der Liebigstraße 14 (KURIER berichtete) fürchten die letzten verbliebenen Hausbesetzter, dass auch sie aus ihren "Wohnprojekten" vertrieben werden könnten. und kündigen massiven Widerstand an.Zwar haben die selbsternannten Revoluzzer in den meisten Fällen Mietverträge ausgehandelt. Dennoch verwehren die Hausbesetzer den Eigentümern der Häuser oftmals den Zutritt zu ihrem Eigentum.In den letzten Jahren standen die Zeichen auf Entspannung und Annäherung, doch seit vergangenem Mittwoch sind die Fronten wieder verhärtet, fühlen sich die ganz besonders extrem eingestellten Autonomen bestätigt. Auf einer Szene-Plattform im Internet schreibt einer der Chaoten: "Ihr habt gesehen, was passiert, wenn man das Gespräch sucht. Man verliert. Deswegen muss für uns gelten: Keine Kompromisse mit dem Feind!"Die Bewohner der besetzten Häuser selbst sehen das entspannter. Rolf (38, Name geändert): "Wir haben uns nach den harten Anfangszeiten arrangiert, und wir können wohl auch noch viele Jahre bleiben. Solange sich daran nichts ändert, bleiben wir auch friedlich", sagt der Mann. Dennoch, in den vergangenen 20 Jahren, die er "inner Szene zu Hause is", wie Rolf sagt, habe er begriffen: "Wenn uns jemand wirklich rausschmeißen will, dann können wir auch anders. Dann geben wir denen Krieg, die ihn haben wollen. Wie früher eben ..."------------------------------BrunnenstraßeIm einem Hinterhaus lebt eine alternative Wohngemeinschaft mit insgesamt 17 Personen. Seit mehreren Jahren hat die WG einen unbefristeten Mietvertrag.KastanienalleeZwar haben die Besetzer mit den Besitzern bereits vor längerer Zeit Mietverträge abgeschlossen, doch jetzt steht Ärger ins Haus. Der Eigentümer will sanieren, die Bewohner lehnen das strikt ab.Linienstraße2008 kaufte ein Investor das seit Jahren besetzte Haus. Die darin lebenden Menschen haben einen eher szene-untypischen Plan: Sie wollen das Haus zurückkaufen.Köpenicker StraßeInsgesamt 70 Menschen leben hier mehr oder weniger friedlich, sie haben die nächsten 28 Jahre gültige Mietverträge. Allerdings häufen sich Beschwerden anderer Anwohner über katastrophale hygienische Zustände.Rigaer StraßeDer Hauseigentümer führte jahrelang Verhandlungen mit den Besetzern aus der linken Szene, jedoch ohne Erfolg. Jetzt reichte er Räumungsklage ein, Ausgang offen.------------------------------Liebig 14Die Festung des Hauses------------------------------

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema