Bewertung durch den MDK, Erreichbarkeit, persönlicher Eindruck und Nähe

Wie Sie einen guten Pflegedienst finden

GMI
Lesezeit 2 Min

Die Zahl der Menschen, die pflegebedürftig sind, steigt. Zur Zeit sind es 2,25 Millionen in Deutschland, die eine Pflegestufe haben.709 000 sind in Pflegeheimen untergebracht. Gut eine Million Betroffene werden von ihren Angehörigen gepflegt, gut 500 000 zu Hause durch ambulante Pflegedienste. Sie leisten teilweise auch nur ergänzende Hilfe.Mit dem Begriff "pflegebedürftig" verbindet man zumeist ältere Menschen. Aber auch nach einem Unfall oder durch eine Behinderung kann man zum Pflegefall werden und nicht mehr ohne fremde Hilfe zurecht zu kommen.Ist der Ernstfall erst einmal eingetreten und ein Mensch pflegebedürftig geworden, müssen er und seine Angehörigen viele Fragen klären. Soll der Betroffene in ein Heim? Oder übernehmen Verwandten die Pflege? Bewältigen sie das zeitlich und nervlich? Soll ein Pflegedienst beauftragt werden? Oder wenigstens teilweise helfen? Welche Kosten übernimmt die Pflegekasse, für welche muss ich selbst aufkommen?Wer einen ambulanten Pflegedienst sucht, der sollte sich vor Ort einen persönlichen Eindruck verschaffen, mit den Mitarbeitern sprechen. Nehmen diese sich Zeit? Betreut ein- und dieselbe Pflegeperson bzw. ein kleines Team? Hat der Dienst eine Zulassung? Wie ist er erreichbar? Die AOK hat dazu eine Checkliste entwickelt (siehe unten). Hilfreich ist die Übersicht mit ambulanten Pflegediensten und deren Bewertungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) unter www.pflegelotse.de bzw. www.aok-pflegedienst-navigator.de. Der MDK überprüft seit Juli 2009 die Einrichtungen nach bestimmten Kriterien - ohne Voranmeldung!Im Gegensatz zu den Noten für die Pflegeheime fallen die für die ambulanten Pflegedienste im Durchschnitt schlechter aus. Die Note 5 war bei den Heimen eher die Ausnahme. Für die ambulanten Pflegedienste wurde sie öfter vergeben. Wie reagieren die Krankenkassen, die der Vertragspartner der ambulanten Dienste sind, darauf?Stefan Wilderotter vom Verband der Ersatzkassen (VDEK): "Die betreffenden Dienste erhalten Auflagen, deren Einhaltung kontrolliert wird." Christian Jacob, ein Pressesprecher der AOK Berlin-Brandenburg: "Und wer mit der Arbeit seines Pflegedienstes nicht zufrieden ist, kann sich auch in einem Pflegestützpunkt beschweren."Ab 1. 1. 2011 werden Heime und Pflegedienste einmal jährlich bewertet. Das wird sich sicher auf die Qualität auswirken. Am1. Juli hatte der KURIER eine Tabelle mit 153 Pflegeheimen und deren Noten veröffentlicht. Ab Seite 3 finden Sie heute 127 ambulante Pflegedienste in Berlin und Umgebung, die bisher Noten erhalten haben. GMI------------------------------

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com