Auf einem Symposium in Frankfurt am Main wurde kürzlich die Frage gestellt, ob körperliche und geistige Beweglichkeit etwas miteinander zu tun haben. Diese Frage kann man eigentlich nur stellen, wenn man, wie die Gnostiker im Altertum oder einige Theologen in der Neuzeit, davon ausgeht, dass der Mensch gespalten sei in Körper und Seele, in Geist und Leib.
Der Mensch ist aber eine Einheit, eine psychosomatische Einheit von Geist und Körper. „Mens sana in corpore sano“, sagten die Römer schon vor 2000 Jahren: ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.
Bewegung gehört zur Natur des Menschen. Wir sind ja nicht als sitzende Wesen auf die Welt gekommen. Heute scheinen aber Stillstand und Unbeweglichkeit der natürliche Zustand des Menschen zu sein. Auch außerhalb der Berufe hocken die Menschen die meiste Zeit vor dem Fernseher und die Kinder nach der Schule vor dem Computer.
Das ständige Spielen und Kommunizieren mit dem iPhone führt nach neuesten Untersuchungen dazu, dass über die Hälfte der Kinder inzwischen so kurzsichtig geworden sind, dass sie eine Brille brauchen.
Die Optiker mag das freuen. Kinder und Erwachsene sollten sich aber überlegen, ob sie so weitermachen und permanent sich weiter schädigen wollen. Neben Nikotin und Alkohol ist die Bewegungsarmut die Hauptursache unserer Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Schwächen und Diabetes.
Es kann noch jemand mit 60 und älter mit Sport anfangen, auch wenn er bis dahin eine ruhige Kugel geschoben hat. Wenn jemand im Rollstuhl sitzt, kann er natürlich keinen Marathon laufen, aber er kann mit dem Oberkörper und den Armen sinnvoll trainieren.
Das beste Beispiel ist Wolfgang Schäuble, unser Bundesfinanzminister.
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