Bewegende Geschichte der Immobilie

Holger Schacht
Lesezeit 1 Min

Das "Harrods" in London, das "Lafayette" in Paris. Im gleichen Atemzug mit Nobelkaufhäusern wie diesen wurde ab Anfang des vorigen Jahrhunderts auch das "Wertheim Leipziger Platz" genannt. Kaufmann Georg Wertheim (1857-1939) hatte es 1897 für die "gehobene Kundschaft" eröffnet, bis 1926 stets erweitern lassen. Es war das größte Warenhaus Europas. Nach 1933 wurde der jüdische Teil der Familie Wertheim schrittweise von den Nazis enteignet. Im Zweiten Weltkrieg beschädigten Bomben den gesamten Komplex. 1956 ließ die DDR-Führung die Ruine auf dem Mauerstreifen abreißen. Nach der Wende entbrannte ein Rechtsstreit ums Grundstück, für das die Wertheim-Erben 75 Millionen Euro vom Immobilienunternehmen "Orco" erhielten. Das geriet jetzt in Schieflage und verkaufte an Huth. Zwischenzeitlich (1991-2005) residierte der Technoclub "Tresor" in den ehemaligen Tresorräumen des Hauses.------------------------------

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema