Betrüger mit 40 falschen Namen auf Einkaufstour

Meldeadressen-Missbrauch

Holger Schacht
Lesezeit 1 Min

Berlin - Das Handwerk gelegt wurde einem Betrüger (35), der das lasche Meldegesetz nutzte, um sich 40 Personalien zuzulegen. Mit denen eröffnete er Konten, ließ sich EC-Karten schicken und ging damit dann "Einkaufen".Ein Polizeisprecher: "Der Täter benutzte regelmäßig gefälschte Ausweisdokumente in Zusammenhang mit zusammenkopierten Meldebescheinigungen und legte sich präparierte Briefkästen an Scheinanschriften an." Der Mann war laut Polizei erst im Dezember nach einer "langjährigen Haftstrafe" entlassen worden und richtete jetzt einen "erheblichen Schaden" an.Die Handschellen klickten, als er bei "Saturn" am Alexanderplatz (Mitte) einen Handy-Vertrag mit dazu gehörigem "iPhone" abschließen wollte. Der Verkäufer witterte den Schwindel, rief die Polizei. Fälle wie diese häufen sich, seitdem das Meldegesetz liberalisiert wurde. In Neukölln gibt es sogar ein fünfgeschossiges Haus, in dem niemand lebt, aber 30 Personen offiziell angemeldet sind (KURIER berichtete).------------------------------

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