Best-of-seven-Serie

Sieg in München: Der Bären-Wahn geht weiter

Sieg im ersten Halbfinale beim Meister in München, Rankel trifft in der 85. Minute

BK
Lesezeit 2 Min
Die Eisbären um (v.l.) Bruno Gervais, Charles Linglet und Alex Roach können in München gleich dreimal jubeln.

Die Eisbären um (v.l.) Bruno Gervais, Charles Linglet und Alex Roach können in München gleich dreimal jubeln.

© imago/GEPA pictures

„Mit Overtime kennen wir uns aus.“ Marcel Noebels sprach nach den regulären 60 Minuten vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften Eissporthalle ganz cool aus, was eigentlich der Hammer ist. Wie in den Pre-Play-offs in Straubing, wie dreimal im Viertelfinale gegen Mannheim, so gab es auch im ersten Halbfinale bei Meister München Zusatzzeit.

Und die war im immer dramatisch. In der 71. Minute jubelten die Eisbären schon, aber die Schiris gaben der Treffer von Darin Olver nicht – Schlittschuhtor. Schade, aber richtig.
Und nur aufgeschoben. Denn nach 84:27 Minuten war Kapitän André Rankel nach Pass von Florian Busch zur Stelle – 3:2, Sieg, Jubel, Wahnsinn!

Bis dahin war es wieder so ein typisches Play-off-Auswärtsspiel des Bären-Jahrgangs 2016/17. Was in Mannheim ganz gut klappte, taugte auch für München. Einfaches Spiel, Tempo, Forechecking. Das alles führte auch zu den besseren Chancen. Buschi nach dem ersten Drittel: „Wir haben den Schwung mitgenommen, sind so richtig im Play-off-Modus.“

Die Bullen brauchten nach ihrem 4:0 im Viertelfinale gegen Bremerhaven 20 Minuten, um in Tritt zu kommen. Im zweiten Drittel waren sie wach: Brooks Macek (22., 35.) sorgte für Münchens 2:0.

Aber Gegentreffer Nr.2 war genau der Wachmacher, den der EHC brauchte. Bruno Gervais reagierte bei einem Abpraller am schnellsten, schaffte mit seinem ersten Play-off-Tor den Anschluss (37.). Und exakt 47 Sekunden später zog Rankel ganz trocken ab – 2:2. Was für eine Antwort!

Der überragende Petri Vehanen hält den Penalty von Jon Matsumoto.

Der überragende Petri Vehanen hält den Penalty von Jon Matsumoto.

© imago/Buthmann

Die noch genialer hätte ausfallen können. Zwischen der 52. und 56. Minuten spielten die Bären mit einem Mann mehr Eis, kombinierten gute Chancen raus – nur das dritte Tor wollte einfach nicht fallen.

Allerdings auch nicht für München. Weil der erneut sensationell haltende Petri Vehanen sogar einen Penalty von Jonathan Matsumoto (57.) entschärfte.

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