Besonders in Berlin und Nordbrandenburg gibt es viele Infizierte

Jetzt sind wir auch Grippehauptstadt

Anka Seyfert
Lesezeit 1 Min

Berlin - Haaatschi! Berlin niest und hustet. Die Wartezimmer der Hausärzte sind voll mit Patienten, die an grippalen Infekten leiden. Und auch bei der echten Grippe sind wir inzwischen Spitzenreiter."Stark erhöhte Aktivität" hat das Robert-Koch-Institut, das die Grippewelle deutschlandweit beobachtet, nur für Berlin und das nördliche Brandenburg festgestellt. Dr. Thomas Georgi, Allgemeinmediziner aus Prenzlauer Berg, kann das bestätigen. "Jeder zweite Patient klagt über Husten und Schnupfen." Das wechselhafte Wetter mit Wärmeeinbruch am Wochenanfang späterer Abkühlung habe vielen Menschen einen Infekt eingebracht.Dr. Georgi verordnet dann Bettruhe, Hustensaft, Nasentropfen. Antibiotika nur bei Bronchitis, Lungenentzündung, Angina. Denn die werden von Bakterien verursacht. Für grippale Infekte sind Viren verantwortlich, da helfen Antibiotika nicht. "Im Gegenteil, sie können schaden", warnt Stefanie Schellhammer von der Deutschen Angestelltenkrankenkasse. "Je häufiger die Arzneien eingesetzt werden, desto eher passen sich die Bakterien an, werden unempfindlich gegen die Medikamente." Trotzdem verschreiben Ärzte am häufigsten im Winter Antibiotika. "Patienten sollten den Arzt nicht dazu drängen", rät Georgi. "Einen Infekt auszukurieren braucht Zeit, geht mit Antibiotika nicht schneller."------------------------------

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