In einer großangelegten Aktion hat die Bundespolizei berlinweit neun Wohnungen von mutmaßlichen Betrügern durchsucht. 120 Beamte mit mehreren Drogenspürhunden hätten am Dienstagmorgen die Adressen in Charlottenburg, Tempelhof und Mitte aufgesucht, teilte die Bundespolizei mit. Die Ermittler fanden originalverpackte Bekleidungsstücke, etwa 19 000 Euro in bar und elf Tütchen mit Cannabis-Produkten.
Außerdem wurden Computer, Handys und Dokumente beschlagnahmt. Hintergrund ist ein seit 2014 laufendes Ermittlungsverfahren gegen drei Männer im Alter von 19, 23 und 25 Jahren. Sie sollen seit 2013 gephishte Kreditkartendaten gekauft, E-Mail-Konten und Kundenprofile von Online-Versandhäusern selbstständig gehackt haben.
Mit den Daten kauften und verkauften die Betrüger nach Angaben der Bundespolizei in mehr als 93 Fällen Bahntickets und Waren. Der Schaden beläuft sich den Informationen zufolge auf mindestens 40 000 Euro. Fünf weitere Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren sollen das Trio unterstützt haben. dpa
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