„Peng“! Sie sind doch jetzt nicht erschrocken? In Charlottenburg-Wilmersdorf hat das Standesamt diesen Namen für ein Mädchen durchgewinkt. „Peng“ stammt aus dem Chinesischen und heißt Riesenvogel.
Das ist doch jetzt ein „Joke“ (Witz), oder? Nein! Auch den weiblichen, altfriesischen Vornamen „Joke“ hat das Standesamt für okay befunden.
Deutschland kann so vielfältig sein: Unsere Kinder heißen jetzt „Imperial-Purity“, „Skipper“, „Lafayette“ (für einen Jungen!), „Alaska“ (Mädchen) oder gar „Despot“. Nichts scheint unmöglich, im Zweifelsfall wird bei der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) angefragt. „Die meisten Vorschläge werden angenommen“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Frauke Rüdebusch: „Manchmal haben wir aber Bauchschmerzen.“ Rund einen von zehn Vorschlägen lehne der Verein ab, wie „Excalibur“, „Schröder“ oder „Ferrari“.
Auf Ablehnung stoßen auch Städte als Vornamen: „Berlin“ sollte laut GfdS kein Kind heißen. Doch genau das ist im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg passiert. Wenn die Eltern dem Standesamt nachvollziehbar erklären, wo der Name herkommt, gehe das, bestätigte ein Standesbeamter aus dem Bezirk.
Ein US-Amerikaner habe durchgesetzt, dass sein Kind „Berlin“ heißt, weil der Name nach amerikanischem Recht geläufig sei. Das Standesamt gab seinen Segen – mit dem Verweis, dass das Kind unbedingt einen zweiten Vornamen tragen müsse, der das Geschlecht klar definiert. MF
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