Ein Einbruch in der Swinemünder Straße. Die sechs Gangster (20 bis 35) hatten sich die Erdgeschoss-Wohnung einer 50-Jährigen ausgeguckt. Als die Frau um 16 Uhr am Sonnabend nach Hause kam, stand sie vor einem Hort der Verwüstung. Ihre Sachen waren durchwühlt worden. Sofort schaute sie nach, was alles fehlte. Dabei entdeckte sie den Führerschein eines 20-Jährigen, den sie überhaupt nicht kannte.
Kurz darauf klingelte ihr Telefon. Die Bande rief bei der ausgeplünderten Frau an. Etwas kleinlaut schlugen sie ihr einen haarsträubenden Deal vor: Für den Führerschein bekäme sie ihre Sachen zurück.
Die Frau, nicht so blöd wie die Gauner, ging zum Schein auf das „Angebot“ ein. Selbstverständlich lud sie die Polizei zu dem ungewöhnlichen Treffen. Die konnte drei 20-Jährige, einen 22- und einen 23-Jährigen sowie einen 35 Jahre alten Mann vorläufig festnehmen. In einem der Fahrzeuge fanden die Beamten auch das Diebesgut. Drei der Festgenommenen kamen nach der erkennungsdienstlichen Behandlungen wieder frei, die anderen drei mussten zum Einbruchkommissariat.
Seltsam ist, dass die Bande die Rufnummer ihres Opfers hatte.
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