Das wird teuer: Beamte verteilen im Bezirk Mitte Knöllchen, weil der Parkschein fehlt oder bereits abgelaufen ist.
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Parkgebühr ist ungerecht: „Täglich muss ich mir an der Otto-Braun-Straße einen Parkplatz suchen und finde kaum einen – das nervt“, sagt Micha Jablonski, Bautechniker aus Friedrichshain. Dass Autofahrer neben der Kfz- und Spritsteuer immer höhere Parkgebühren zahlen sollen, findet er ungerecht.
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Finde keinen Parkplatz: „Ich habe ein Geschäft an der Otto-Braun-Straße. Egal, wann ich komme, ich finde nie einen Parkplatz – nicht mal morgens um halb 5 Uhr“, sagt Irfan Kara (31), Bäcker aus Friedrichshain. Seine Hoffnung: Mit höherer Gebühr künftig eher einen Platz fürs Auto zu finden.
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Radwege bremsen Autos aus: „In der Stadt gibt es immer mehr Radwege, die eine Spur verengen. Steht dann noch ein Fahrzeug in zweiter Reihe, kommt man gar nicht mehr vorwärts“, ärgert sich Herr Arndt (68) aus Marzahn. „Je weiter ich in die Stadt fahre, desto schwieriger ist das mit den Parkplätzen.“
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Umzug ins Umland: „Immer weniger Parkplätze, die immer teurer werden – das ist Schikane“, sagt Stephan Drullmann (30), Angestellter aus Lichtenberg. Als Gewerbetreibender mit Kundschaft ist er aufs Auto angewiesen. Weil ihn die Parkplatzsuche nach Feierabend nervt, zieht er jetzt ins Umland.
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Carsharing spart Ärger: „Ich habe häufiger in der Otto-Braun-Straße zu tun und finde nie einen Parkplatz. Jetzt habe ich die Nase voll und bin mit Car-Sharing mobil“, sagt Donja Rahimzadiany (42), Künstlerin aus Weißensee . Ihr Tipp: Car-To-Go-Smarts. Die Flitzer finden Platz in der kleinsten Lücke.
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Eine Stunde auf der Suche: „Berlin nennt sich Weltstadt und hat kaum Parkplätze“, meint Patrick Höpfner, Angestellter aus Friedrichshain. Er muss dienstlich mit dem Auto unterwegs sein. „Abgesehen davon, dass ich täglich eine Stunde auf Parkplatzsuche bin, muss ich alle Park-Gebühren vorfinanzieren.“
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Dass der Alex ein Besuchermagnet ist, merken täglich auch die Anwohner – ständig sind ihre Parkplätze von Shopping-Wütigen und Touris zugeparkt. Jetzt sollen höhere Gebühren „Fremd-Parker“ abschrecken, damit Anwohner eher eine freie Lücke finden.
Wer ab dem 1. Juni auf den 436 Parkplätzen sein Auto abstellen will, zahlt statt bisher 1 Euro satte 2 Euro pro Stunde. Versicherungsfachmann Stephan Drullmann (30) wettert: „Immer weniger Parkplätze, die immer teurer werden – das ist für mich Schikane.“ Denn Mitte verdient bisher schon gut an den Automaten. Im letzten Jahr steigerte der Bezirk seine Einnahmen bei den Parkgebühren auf 8,1 Millionen Euro. Auch der Preis für das Knöllchen sich ja verdoppelt - von 5 auf 10 Euro.
Auch andere Bezirke kassieren ab. In Pankow müssen an „touristisch frequentierten Orten“ wie am Kollwitz- und Helmholtzplatz seit letztem Jahr zwei Euro pro Stunde gezahlt werden. Zu Veranstaltungen rund um die Max-Schmeling-Halle sogar 3 Euro pro Stunde. „Dadurch ist aber der Parkdruck für die Anwohner um rund 20 Prozent gesunken“, sagt Bezirksstadtrat Dr. Torsten Kühne (CDU).
Dabei sorgen die Bezirke selbst dafür, dass die Zahl der Parkplätze für Anwohner sinkt. Straßen werden verengt, neue Rad-Stellplätze geschaffen. In der Warschauer Straße (Friedrichshain) entfallen 80 Parkplätze, in der Köpenicker Wendenschlossstraße sind es 160.
Die Zahl der Parkplätze sinkt, aber die Zahl der Bezahlparkplätze steigt: Gab es vor wenigen Jahren noch 80.000 Stellplätze in 39 Parkzonen sind es aktuell in 42 Parkzonen rund 94.350 Bezahl-Stellplätze.
Und es wird noch enger werden: In Pankow sollen mehr Radler auf die Fahrbahnen umgelenkt, gestrichelte Radstreifen angelegt werden. Das heißt: Die Fahrbahn für Autos wird schmaler. Vor zehn Jahren gab es in Berlin erst 50 Kilometer Radfahrstreifen, zur Zeit sind es schon 191. Tendenz steigend.
Neueste Idee der Berliner Verkehrsplaner: die grüne Welle für Radfahrer. In der Belziger Straße in Schöneberg wurden die Ampeln so umprogrammiert, dass Radler in einem Rutsch durchkommen – und Autofahrer immer stoppen müssen. Radler haben Vorfahrt.
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