Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Hertha BSC hat seinen historisch besten Saisonstart in seiner langen Bundesliga- und Zweitliga-Geschichte mit dem nächsten Dreier ausgebaut. Die Berliner gewannen auch beim VfL Osnabrück mit 3:1 (0:0) und behaupteten ihre Tabellenführung mit blütenweißer Weste.
Torwart Gersbeck sichert Hertha-Sieg
Kapitän Josip Brekalo brachte das Team von Stefan Leitl mit seinem vierten Saisontor in Führung (50.). Dann trumpfte Berlins Torhüter Marius Gersbeck mit einem gehaltenen Handelfmeter gegen Robin Meißner (60.) auf, ehe Kevin Sessa in der 70. Minute auf 2:0 erhöhte. Osnabrück gelang durch Jonathan Gómez (82.) nur der Anschlusstreffer, Farid Alfa-Ruprecht (90.+2) sorgte für den Endstand. Der Hauptstadt-Klub führt die 2. Liga mit zwei Punkten Vorsprung auf den 1. FC Nürnberg an.
Nach einem riesigen Umbruch war der Hertha vor der Saison kaum etwas zugetraut worden, doch längst hat sich die „Alte Dame“ in den Fokus gespielt. Zweitliga-Aufsteiger Osnabrück bleibt nach der dritten Niederlage im Tabellenmittelfeld.
Hertha war das Selbstvertrauen des starken Saisonstarts im Stadion an der Bremer Brücke deutlich anzumerken. Zwar benötigten die Berliner diesmal eine gewisse Warmlaufphase, doch mit zunehmender Spieldauer kamen sie immer wieder zu Chancen.
Torwart Marius Gersbeck (l.) hält den Elfmeter von Osnabrücks Robin Meißner (r.).
© Friso Gentsch/dpa
Weil VfL-Torhüter Jonas Krumrey zunächst einige Großchancen zunichte machte, dauerte es bis in die zweite Halbzeit, ehe sich die Überlegenheit der Gäste auch im Ergebnis widerspiegelte. Brekalo traf per Flachschuss aus über 20 Metern. Nur zehn Minuten später schlug die Stunde von Herthas Elfmetertöter Gersbeck. Doch selbst nach dem 2:0 durch Sessa steckte Osnabrück nicht auf. Der späte Anschlusstreffer von Gómez sorgte vor 15.700 Zuschauern für eine hitzige Schlussphase, an deren Ende die Berliner jubelten.
„Es hat sehr viel Spaß gemacht“, so der überragende Hertha-Keeper Gersbeck nach dem Spiel am Sky-Mikrofon: „Wir können uns freuen, dass es so gut läuft. Es kommt momentan sehr viel zusammen. Wir genießen es und versuchen, nächste Woche genau dasselbe wieder abzurufen.“ Kommenden Sonnabend (20.30 Uhr) muss Hertha zu Dynamo Dresden reisen (dpa).
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