Axel Prahl

Verfluchter Tatort ist ein Segen

Die Rolle in der Serie ist ein „Ritterschlag“, aber versaut ihm andere Angebote

BK
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Schauspieler und Musiker Axel Prahl ist seit 2002 als Hauptkommissar Frank Thiel in der "Tatort"-Reihe zu sehen.  

Schauspieler und Musiker Axel Prahl ist seit 2002 als Hauptkommissar Frank Thiel in der "Tatort"-Reihe zu sehen.  

© dpa

Es ist Deutschlands Krimi Nummer Eins: Der „Tatort“. Viele Schauspieler träumen davon, irgendwann in einer Episode der Sonntagabend-Unterhaltung mitspielen zu dürfen. Doch eine Rolle im TV-Krimi kann nicht nur Segen, sondern auch Fluch sein – sagt Axel Prahl.

Der Berliner Schauspieler stand schon in vielen Folgen des Münster-Tatorts vor der Kamera, spielte Kommissar Frank Thiel. Ein Job, der ihn bekannt machte – und der seine Schattenseiten hat. „Als Schauspieler möchte ich möglichst unterschiedliche Rollen spielen“, sagte Prahl dem Magazin „Galore“. Genau darin liege die Schwierigkeit: „Es gibt genügend Regisseure, die sagen: Nein, wenn der auftaucht, denken alle gleich, sie gucken einen ,Tatort’. Der Krimi sei ein Ritterschlag. Aber man bekomme damit eben auch „eine ziemliche Hausnummer verpasst“.

Prahl (56) spielt seine Rolle seit 2002 – schon in der ersten Münster-Folge gab er den Thiel. 29 wurden bisher ausgestrahlt, „Ein Fuß kommt selten allein“ erreichte zuletzt 12,7 Millionen Zuschauer – zu dem Zeitpunkt die beste „Tatort“-Quote des Jahres.

Doch Prahls Leben besteht nicht nur aus Polizeiarbeit. Im Dezember geht er mit seiner Musik auf Tour, kommt am 12. Dezember nach Berlin. Auch bei seinen Auftritten ist die Rolle, wie er kürzlich zugab, immer dabei. „Wenn die Leute ins Konzert kommen, haben sie schon ein bisschen den Kommissar Thiel im Hinterkopf.“ Das mache es schwer, den Kartenverkauf aber leichter. Prahl: „Viele, viele Musikerkollegen, die hervorragende Musik machen, haben es wesentlich schwerer.“

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