Panne in Bahnzentrale

S-Bahn-Chaos kam pünktlich zum Berufsverkehr

Neue Panne in Bahnzentrale führt zu massiven Ausfällen auf der Stadtbahn

Julia Haak
Lesezeit 2 Min
Eine S-Bahn im Berliner Hauptbahnhof. 

Eine S-Bahn im Berliner Hauptbahnhof. 

© imago/imagebroker

Busse und U-Bahnen überfüllt

Eine Stellwerksstörung zwischen Ostbahnhof und Charlottenburg hat am frühen Freitagmorgen auf den Stadtbahnlinien S3, S5, S7 und S9 zu Ausfällen und Verzögerungen geführt. Fahrgäste mussten auf Busse und U-Bahnen ausweichen, die dadurch überfüllt waren und an manchen Stationen gar nicht alle Fahrgäste aufnehmen konnten.

Gegen 6 Uhr war der Zugbetrieb auf der Stadtbahn vorübergehend eingestellt worden. Pendler berichteten von Chaos und beklagten fehlende Durchsagen am Bahnsteig.

Auch am Nachmittag noch Verspätungen und Ausfälle

Am späteren Vormittag verkehrten die meisten S-Bahnen zwar wieder im Fünf-Minuten-Takt. Aber noch kurz nach 16 Uhr vermeldete die Bahn über Twitter, dass es auf der Stadtbahn immer noch zu Verspätungen und Ausfällen komme.

Die S7 entfiel am Vormittag zwischen Westkreuz und Potsdam Hauptbahnhof, so dass Pendler nach Potsdam auf den Regionalverkehr oder Busse ausweichen mussten.

Vom Bahnhof Lichtenberg nutzten Fahrgäste nach Berlin-Mitte und in den Westen zunächst die Regionalbahn bis Ostkreuz, um von dort aus mit anderen Regional- und U-Bahnen zum Alexanderplatz oder zur Friedrichstraße zu kommen.

S-Bahn fuhr nach Notfallkonzept

Es war ein Notfallkonzept, nachdem die S-Bahn am Vormittag verkehren musste. Von einem solchen spricht gegen Mittag S-Bahn-Sprecherin Sandra Spieker. „Es war eine technische Störung. Betroffen war die Betriebszentrale der S-Bahn in Halensee“, sagt sie. Computerprobleme in der Leitzentrale von DB Netz in Halensee hatten vor zehn Tagen schon einmal für Zug- und S-Bahnausfälle gesorgt. Diesmal waren es nur zwei Stunden. Ob die Probleme ähnliche waren, kann sie nicht sagen. „Wir suchen noch nach den Ursachen“, sagt Sandra Spieker. (mit dpa)

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