Keine wüsten Beschimpfungen, keine turbulenten Szenen. Die jüngste Episode im Dauerstreit zwischen den Berliner Rappern Bushido und Fler wurde nur von ihren Anwälten ausgetragen.
Das Landgericht München I untersagte Fler (bürgerlich Patrick Losensky) am Mittwoch, weiter zu behaupten, Bushido sei nicht der Vater der vier gemeinsamen Kinder mit Anna-Maria Ferchichi.
Fler und Bushido streiten sich seit Jahren
Auch dass stattdessen der gesamte Kader des SV Werder Bremen als Vater in Betracht komme, darf er nicht weiter rappen. Die Richter kamen zum Ergebnis, dass die Kunstfreiheit zwar weit reiche und Rap sprachliche Grenzerfahrungen beinhalte. Erlaubt sei aber trotzdem nicht alles.
Hintergrund ist ein seit Jahren andauernder Streit zwischen den Rappern, der szeneüblich über Songtexte ausgetragen wird, in denen sie sich gegenseitig beleidigen.Zuletzt rappte Bushido (bürgerlich Anis Ferchichi) im Song „Renegade“ über Fler, dieser habe eine Karotte im Anus stecken – worauf dieser mit dem Lied „Noname“ reagierte, das er nach der Gerichtsentscheidung nun ändern muss.
Die Kinder der Ferchichis – der älteste gemeinsame Sohn ist sieben Jahre alt – könnten sich nicht wehren und seien durch „Noname“ in ihrer Persönlichkeitsentwicklung eingeschränkt. „Wir sind der Meinung, dass eine Grenze überschritten ist“, sagte die Richterin. (BK)
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