Die Spülmaschine samt Inhalt war verschimmelt.
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„Er erzählte uns, dass er als Anästhesist arbeitet und war äußerst sympathisch. Wir hätten niemals gedacht, dass er uns so fies hintergeht“, sagt Sarah Plack. Vergangenen Oktober wollte das frisch vermählte Ehepaar in die Flitterwochen starten und neun Monate unbeschwert um die Welt reisen. Die gerade erworbene Eigentumswohnung sollte in der Zeit nicht leer stehen.
Mit diesem Foto warnt das Paar vor dem Berliner Mietnomaden.
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Ein Reiner K. (Name geändert) meldete sich auf ihre Anzeige bei wg-gesucht.de. Er gab sich als Arzt aus und hinterlegte seinen Vermietern sogar eine Kostenübernahmeerklärung seines Arbeitgebers, einer Praxis für ambulante Operationen. Doch die monatlichen Mietzahlungen in Höhe von 1400 Euro und die Kaution blieben aus.
Das Paar rief beim Arbeitgeber von Reiner K. an, um sich wegen der ausbleibenden Zahlungen zu erkundigen: „Wir erfuhren, dass das Dokument der Kostenübernahme gefälscht war“, so die junge Frau. Aus der Ferne beauftragten sie einen Anwalt und kündigten ihrem Mieter fristlos. Der dachte aber nicht daran, die Wohnung zu verlassen. „Erst als wir ihm im Mai Strom und Internet abstellten, ging er.“ Reiner K. kaufte auch auf ihren Namen bei einem Online-Supermarkt ein – für 238 Euro. Den Kühlschrank und die Spülmaschine hätten sie völlig verschimmelt vorgefunden und drei Kisten Leergut aus der Wohnung geschleppt.
Drei Kisten Leergut blieben zurück.
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Sarah und Markus Plack haben nun Strafanzeige wegen Betrugs gegen ihren Ex-Mieter gestellt. Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte den Fall gegenüber dem KURIER.
Die Placks sind so wütend, dass sie sogar auf einem Blog öffentlich vor dem Mietnomaden warnen. Es habe sich schon ein Vermieter gemeldet, der ebenfalls von K. betrogen worden sein soll: „Bei ihm hat er sich als Anwalt auf die Wohnung beworben.“ Ihr eigenmächtiges Handeln ist juristisch heikel: „Selbstjustiz ist immer schwierig. Es könnten strafrechtliche Konsequenzen drohen“, sagt Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner. Doch Sarah Plack findet: „Wir wollen nur andere warnen. Reiner hat es nicht anders verdient“.
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