Berliner Lippenbär-Baby

Wo geht es denn hier zur Sonne?

Der kleine Racker erkundet zum ersten Mal sein Freigehege und staunt über alles.

Christian Gehrke
Lesezeit 2 Min
Das noch namenlose Lippenbär-Baby erkundet gemeinsam mit seiner Mama das Gehege.

Das noch namenlose Lippenbär-Baby erkundet gemeinsam mit seiner Mama das Gehege.

© Zoo Berlin Zoo Berlin

Um 10 Uhr guckt er fast wie auf Kommando das erste Mal in die Sonne über dem Lippenbären-Gehege im Zoo. Draußen  und außerhalb der Wurfhöhle. Dutzende Besucher pressen die Nase an die Scheibe und beobachten die ersten Schritte und Kletterversuche des Kleinen.

„Er ist  mindestens genauso süß wie Fritz“, so Zoo-Sprecherin Christiane Reiss. Sie  sieht den Lippenbären nicht als Platzhalter für den kleinen Eisbären. Fritz war Anfang des Monats unerwartet  im Tierpark in Friedrichsfelde verstorben. Noch häufig denken sie  an ihn. Auch im Zoo in Charlottenburg. Deswegen wird für den Lippenbären nicht so sehr die Werbetrommel gerührt.

Die Mitarbeiter der Berliner Stadtwerke, die  Pate für den Bären sind, haben  im Stillen ihre drei Lieblingsnamen für ihn ausgesucht: Kralle, Schnute und Balou. Jeder, der möchte, kann bis zum 3. April im Internet darüber abstimmen, welcher der drei Namen ihm am besten gefällt – zum Beispiel unter www.facebook.com/zooberlin.

Dabei könnte man ihn getrost auch Christkind nennen. Der kleine Lippenbär ist nämlich genau am 24. Dezember zur Welt gekommen. Mit seiner spitzen Schnauze kann er schon Jagd auf Insekten machen und Honig schlürfen.

Zurzeit trinkt er noch Muttermilch und verdrückt am liebsten süßes Obst.  T-Shirt-Temperaturen mag er am liebsten. Wenn der Lippenbär so groß wie seine Artgenossen in Indien wird, ist er nicht mehr ganz so süß: 150 Kilo schwer und 2,50 Meter.

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