In der Nacht zu Dienstag geht gegen 22.45 Uhr ein Notruf bei der Berliner Feuerwehr ein: Kommen Sie schnell zur Cuvrystraße, hier ist ein Mensch im Wasser!
Mit vereinten Kräften
Noch während die Retter auf dem Weg zum Einsatzort an der Oberbaumbrücke sind, kommen Rico H., Ramon G. und zwei ihrer Freunde zufällig am Ort des Geschehens vorbei. Als sie mitbekommen, dass ein Mensch in der nur wenige Grad kalten Spree treibt, handeln sie sofort.
Sie springen über eine Absperrung und rennen zum Ufer. Hier hören sie zunächst nur schwache Hilferufe. Dann sehen sie den jungen Mann, der sich mit letzter Kraft über Wasser hält, und zerren ihn mit vereinten Kräften an Land.
Der Mann, der in der Spree trieb, wird von Rettungskräften der Feuerwehr versorgt
© Morris Pudwell
Die eintreffende Feuerwehr übernimmt die medizinische Versorgung des stark unterkühlten Mannes, anschließend kommt er in ein Krankenhaus. Weshalb der Mann in der Spree trieb, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Es werde ermittelt, hieß es gestern. Seine Retter sagten noch in der Nacht: „Nein, wir sind keine Helden. Das, was wir getan haben, war selbstverständlich!“
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