Melanie fand den kleinen Nick – und später auch seine Besitzer. Trotzdem macht sie sich Sorgen um sein Schicksal.
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Am Sonntag geht Melanie mit ihrem Chihuahua Lilo spazieren, als sie den allein umherirrende Malteser-Rüden entdeckte. „Der Kleine reagierte auf mich sofort zutraulich, nicht ängstlich“, sagt sie dem KURIER. Sofort geht sie mit ihm zur Polizei, um ihn als Fund-Hund anzumelden, danach zum Tierarzt. „Dort wurde festgestellt, dass er zugewachsene Ohren hat, deshalb fast taub ist.“ Außerdem wird der implantierte Chip ausgelesen. Ergebnis: Der Kleine heißt Nick, ist registriert, angemeldet auf eine Familie in Biesdorf. Die Besitzer sind unbekannt verzogen. Setzten sie ihn vor dem Umzug aus?
Veterinäramt bleibt dran
Melanie startet eine Suchaktion über Facebook, hängt in der Umgebung Plakate auf. Dann trifft sie auf der Straße plötzlich eine Familie. „Sie sagten, dass ihnen der Hund gehört. Doch Nick reagierte auf sie nicht, wedelte nicht mit dem Schwanz, freute sich nicht“, sagt sie. „Ich glaubte nicht, dass sie die richtigen Besitzer sind.“
Mit Plakaten und auf Facebook fahndete die Tierschützerin nach der Familie des süßen „Fellknäuels“.
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Einen Tag später die Wendung: Die Familie schickt Dokumente, den Impfausweis. Noch am Mittwoch sollte die Übergabe stattfinden. Doch die vermeintlichen Besitzer kommen nicht. Später erreicht Melanie ein Angebot per SMS: Das Herrchen will Nick plötzlich an sie verkaufen - für 50 Euro.
Die Tierschützerin, die sich als Pflegestelle für herrenlose Tiere einsetzt und Spenden sammelt, will nun versuchen, das kleine Fellknäuel freizukaufen. Ein Happy End für Nick. Wäre er wieder bei der Familie gelandet, hätte sie sich große Sorgen gemacht. Denn die Wucherungen an Nicks Ohr hätte man entdecken und operieren müssen, um ihm Leid zu ersparen.
Die Tierschützerin sagt: „Gute Besitzer würden sich mehr um die Gesundheit des Tieres sorgen. Wenn es beim Freikaufen bleibt, werde ich ihn vorerst behalten, um ihn dann hoffentlich an eine fürsorgliche Familie vermitteln zu können.“
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