Seit November 2016 sind 100 Fälle bekannt. Demnach sind 91 der Erkrankten männlich. In 16 Fällen wird der Status noch ermittelt.
Zum Vergleich: In den letzten fünf Jahren waren nur 22 Ansteckungen bekannt. In der vergangenen Woche wurden zwei neue Fälle in Friedrichshain-Kreuzberg und Reinickendorf gemeldet. Es trifft vor allem homosexuelle Männer.
Experten sind wegen der rasanten Ausbreitung besorgt
Anders als beim HI-Virus bieten Kondome keinen Schutz vor einer Ansteckung, da das Virus an der Oberfläche haftet und sich bei der Entsorgung übertragen könnte. Deshalb herrscht in Nachtclubs wie dem Berghain oder Kit Kat Club in Mitte, die für sexuellen Kontakt bekannt sind, besonders hohe Ansteckungsgefahr.
Experten vom Lageso und dem Robert-Koch-Institut sind wegen der rasanten Ausbreitung besorgt. Sie gründeten jetzt ein sogenanntes „Ausbruchsteam“ und rufen dringend zur Impfung auf, denn nur diese bietet einen Schutz. Außerdem will das Team auch an einem Stand auf dem Motzstraßenfest, dem größten schwul-lesbischen Straßenfest in Deutschland, informieren.
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