Tegel-Nachnutzung

Techno statt Turbinen in der Lärmschutzhalle

Die Halle könnte als Bühne für Freiluft-Raves dienen.

Gerhard Lehrke
Lesezeit 2 Min
Die Lärmschutzhalle – sie könnte Bühne für sehr laute Musik werden.

Die Lärmschutzhalle – sie könnte Bühne für sehr laute Musik werden.

© Gerhard Kassner / Tegel Projekt

Die zeltähnliche „Lärmschutzhalle“ neben den Hangars dient bislang dazu, dass Flugzeuge nach der Wartung oder Reparatur ihrer Triebwerke mal ordentlich die Turbinen auf Touren bringen. Der Radau des Abgasstrahls wird von der Halle und ihrer speziellen inneren Oberfläche aufgefangen, so dass in den Wohngebieten in der Nähe die Leute nicht vom Sofa fallen.

Ateliers sind denkbar

Deshalb, so die Idee, könnte die Halle als Bühne für Freiluft-Raves dienen: Was Flugzeuglärm schluckt, dämmt auch fette Bässe. Neben der Lärmschutzhalle sind zwei weitere der insgesamt 99 Flughafengebäude für eine kulturelle Nutzung im Gespräch: Die Catering-Halle am Rande des Flugfelds könnte mit 3000 nutzbaren Quadratmetern Clubs, Konzerten, Tonstudios, Ausstellungen oder Flohmärkten eine Heimat bieten.

Das Gebäude der Autoverleiher gleich neben dem Parkhaus hat 850 Quadratmeter, hier sind Ateliers denkbar, weil es gut lichtdurchflutet sei.

„Man muss dem hier Leben einhauchen"

Nutzen sollen das alles die Studenten der Beuth-Hochschule, die ins Terminal ziehen soll, die Mitarbeiter der Industrie- und Gewerbegebiete, die geplant sind, und die Bewohner der 5000 Wohnungen, die am Kurt-Schumacher-Damm am Rande des Flughafengeländes vorgesehen sind.

Lederer erwartet, dass das dazu beiträgt, das neue Quartier lebendig zu machen: „Das hier wird Stadt.“ Lutz Leichsenring von der Clubcommission: „Man muss dem hier Leben einhauchen. Wir wollen hier eine Kreativszene, die Neues entwickelt, ausprobiert und Publikum anzieht.

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