Berlinale

Zuviel Sex - Zuschauer verlassen Filmvorführung

Der Film der Regisseurin Adina Pintilie „Touch Me Not“ überschreitet Schamgrenzen.

BK
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„Touch Me Not“: Die Protagonistin Laura Benson sehnt sich nach Intimität.

„Touch Me Not“: Die Protagonistin Laura Benson sehnt sich nach Intimität.

© Berlinale

Die Mischung aus Spiel- und Dokumentarszenen mutet wie eine psychotherapeutische Laboranordnung an. Da werden Schamgrenzen nicht behutsam abgebaut, sondern regelrecht niedergerissen. Pintilies Debüt-Film ist eine Koproduktion von Rumänien, Deutschland, Tschechien, Bulgarien und Frankreich.

Regisseurin Adina Pintilie aus Rumänien.

Regisseurin Adina Pintilie aus Rumänien.

© dpa

Die Regisseurin, die in ihrer Heimat auch als Kuratorin des Bukarester Festivals für Experimentalfilme bekannt ist, sagte: „Ich wollte herausfinden, was Intimität ist. Es ist eine Forschungsarbeit. Es war insgesamt ein langer Prozess. Letztlich war es eine siebenjährige Liebesgeschichte für uns alle.“

Die Rumänin ergänzte: „Bei Fiktion hat man ein Sicherheitsnetz. Das hatten wir nicht. Wir haben authentisch gearbeitet, haben zwischenmenschliche Beziehungen aufgebaut. Alle Mitwirkenden haben wirklich ihre Seelen geöffnet.“ Hauptdarstellerin Laura Benson sagte: „Üblicherweise arbeite ich für die Regie. Hier habe ich zum ersten Mal mit einer Regisseurin gearbeitet. Eine wunderbare Erfahrung.“

Jury-Präsident Tom Tykwer hatte kurz vor Beginn der 68. Berlinale in einem Interview erklärt, er vermisse „wilde und sperrige Filme“. (dpa)

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