Treptow Sie ist da! Die erste Klage gegen das Rock-Festival „Lollapalooza“ im Treptower Park, das Bezirk und Senat genehmigten (KURIER berichtete). Es geht um Leben und Tod! Denn der Kläger ist der Betreiber eines Geburtshauses, der sich um die werdenden Mütter sorgt, wenn das Event stattfindet.
Das Geburtshaus am Treptower Park befindet sich nahe des „Lollapalooza“-Areals. 45 Bands wie Radiohead werden am 10./11. September vor insgesamt 140.000 Fans rocken. Der medizinischen Einrichtung macht nicht etwa der Musik-Lärm von 90 Dezibel Sorgen.
Es sind die geplanten Straßensperrungen. „Es ist fast unmöglich, dass werdende Mütter und die Hebammen zu uns kommen können“, sagt Geburtshaus-Chefin Katja Salatzki dem KURIER.
Während des Events ist die Puschkinallee dicht, eine wichtige Hauptstraße. Umleitungen könnten für ein Verkehrschaos in der Nachbarschaft sorgen, in der das Geburtshaus liegt. Auch Parkplätze davor sind gesperrt. „Wir können doch nicht schließen“, sagt Salatzki. „Das Geburtshaus muss ständig in Bereitschaft sein. Am ,Lollapalooza’-Wochenende sind bereits 35 Geburten angemeldet.“
Die Chef-Hebamme hat aber ein noch viel größeres Problem. „Wie sollen uns im Notfall durch die Sperrungen schnell Krankenwagen erreichen? Ich habe keine Ahnung. Bei einer Geburt kann es immer Komplikationen geben. Dann geht es um Leben und Tod, jede Sekunde zählt.“
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