Berlin - Sie nennt sich selbst "The big Siiister". Weil sie die Anführerin der Mädchenbande "Wildcats", der besten Berliner Ringerinnen ist. Bei der Deutschen Meisterschaft zeigte Fanzi Berger allen warum. Bis zum Finale verlor die 14-Jährige nicht einen Kampf, zog die anderen mit ihrem Elan mit und holte am Ende Silber. Fünf der sechs Berliner Starterinnen kamen in die Finals.Dass die Berlinerin im Finale ausgerechnet gegen ihre Freundin Luzie Manzke (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) ran musste, machte es der Lokalmatadorin nicht einfacher. Auf der Sportschule stehen sich die beiden im Training oft gegenüber. Nur für das Finale bei der Deutschen hätten sich beide eine andere gewünscht.Weil Sport aber kein Wunschkonzert ist, gab es vor dem Kampf ein freundschaftliches Händeschütteln. Mehr nicht! Das Publikum im Sportforum hatte Fanzi auf ihrer Seite - das Glück leider nicht. Eine Unachtsamkeit zu Kampfbeginn. Und schon war es vorbei, bevor sie überhaupt beginnen konnte. Mit einem Schultersieg nach 19 Sekunden zerstöre Luzie alle Gold-Träume. "Ich bin total enttäuscht", klagte Fanzi. "Eigentlich sollte ich mich über Silber freuen. Aber nicht, wenn man so verliert."Die anderen Berliner Finalistinnen: Jasmine Fuentes (5., VfL Tegel), Michelle Zander (5.), Desiree Schäfer (5.) und Debora Lawnitzka (6./ alle SV Luftfahrt).------------------------------BU: Franziska Berger vom SV Luftfahrt holte Silber.
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